Eklat um AIDS-Kunst-Ausstellung

Ein Fall für die Kläranlage, finden Republikaner

Die Ausstellung „Art AIDS America“ wurde im vergangenen Oktober vom Washingtoner Tacoma Art Museum in Kooperation mit dem Bronx Museum of the Arts eröffnet und tourt jetzt als Wanderausstellung durch die USA. Sie veranschaulicht, wie die AIDS-Krise die Gesellschaft, aber auch die Kunst verändert hat. Nicht zuletzt sind viele Künstler an der Immunschwächekrankheit gestorben.

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Plakat des Aktivisten-Kollektivs Gran Fury (Foto: Screenshot)

 

Bis Sonntag war die Ausstellung an der Kennesaw State University, KSU, in Georgia zu sehen – mit über 125 Werken von 1981 bis heute, von Künstlern wie Félix González-Torres, Derek Jackson, Annie Leibovitz, Robert Mapplethorpe und Martin Wong. Einige üben in ihren Werken direkte Kritik am früheren republikanischen Präsidenten Ronald Reagan. Viele Mitglieder der LGBTI-Community sehen in ihm den Hauptverantwortlichen für die hunderttausenden Toten in den ersten Jahren der AIDS-Krise, weil er erst 1987 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit über die Krankheit sprach (MÄNNER-Archiv). .

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Senator Lindsey Tippins (Pressefoto)

Zwar lief die Ausstellung drei Monate lang, doch einige republikanische Abgeordnete haben erst in der finalen Woche davon Wind bekommmen. Jetzt attackieren sie die Ausstellung mit heftigen Worten und kritisieren die Universität, dass sie dort gezeigt werden durfte. Die Gedenkausstellung gehöre in eine Kläranlage, findet Senator Lindsey Tippins: „Normalerweise entsorgen Gemeinden ihren Müll und Körperausscheidungen in der örtlichen Kläranlage. Die KSU feiert sie dagegen als ‚Kunst‘-Ausstellung. Müll bleibt Müll.“

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Rock Hushka ist einer der Kuratoren der Ausstellung (Foto: Screenshot)

Der Republikaner Earl Ehrhart, der im Ausschuss für die Finanzierung der Universtät sitzt, nannte die Ausstellung „übelerregend“ und deutete wenig verhohlen an, dass hier Steuergelder für lächerliche Dinge verschendet würden. Zuvor hatte er den Antrag der Uni auf finanzielle Mittel abgelehnt, weil sie eine Nulltolerenz-Politik bei Fällen von sexueller Belästigung fährt.

 

Titelbild: Das Bild von Alon Reininger zeigt Ken Meeks drei Tage vor seinem Tod und ist Teil der Ausstellung


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