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Colton Haynes kommt raus

Der "Arrow"-Star ist endlich soweit und bleibt ganz entspannt dabei. Willkommen!

Der Schauspieler und TV-Star Colton Haynes ist endlich soweit und outet sich entspannt, gegenüber dem Entertainment-Magazin ew.com. Das wird auch ein bisschen Zeit. Schon im Januar ließ Haynes einen Tweet, der implizierte, er sei schwul, einfach unkommentiert, was viele als sein Outing werteten. Aber, so einfach war’s dann doch nicht, wie er Entertainment Weekly jetzt erklärt hat: „Ich war komplett geschockt. Ich war einfach noch nicht bereit dafür, wieder das Thema von so vielen Schlagzeilen zu sein. Ich hätte das schon irgendwie kommentieren sollen, aber war einfach noch nicht so weit. Ich hatte auch nicht das Gefühl, das irgendwem zu schulden. Diese Entscheidung muss jeder selbst treffen. Dann, wenn er sich gut dabei fühlt. Und das tat ich damals noch nicht. Trotzdem fühlte ich mich schlecht, weil ich damals nicht gesagt habe, was ich wohl einfach hätte sagen müssen.”

Menschen die auf Schwule oder andere Menschen, die anders sind, heruntergucken, verstehen nicht, dass es das anstrengendste der Welt ist, 24 Stunden am Tag zu Schauspielern, weil man Angst hat

Der Prozess war lang und Haynes hatte professionelle, medizinische Hilfe dabei. Schuld sind vielleicht die Menschen, die Haynes, der einen schwulen Bruder hat und gegenüber Freunden, Familie und Kollegen lange out ist, am Anfang seiner Karriere geraden haben, seine Sexualität zu verheimlichen. „Leute wollen, dass du der Mann aus ihrem Modemagazin bist, aber ahnen dabei nicht, was es für dich bedeutet, 24 Stunden am Tag etwas vorzugeben. Ich war nicht nur Schauspieler, sondern ging nach Hause und spielte dort einfach weiter. Menschen die auf Schwule oder andere Menschen, die anders sind, heruntergucken, verstehen nicht, dass es das anstrengendste der Welt ist, 24 Stunden am Tag zu schauspielern, weil man Angst hat. Jetzt bin ich so glücklich, wie noch zuvor und fühle mich einfach sehr wohl in meiner Haut.” Wer sehen will, wie Haynes befreit aufspielt, kann das jede Woche in der Superhelden-Serie „Arrow” tun. Die übrigens vom offen schwulen Hollywoodproduzenten Greg Berlanti produziert wird, dem Haynes in seinem Coming-out-Interview ausdrücklich dankt.

Foto: Imago_Alterphotos

 

 


33 Kommentare

  1. Marcel André Behrends

    Tauschen möchte ich nicht mit Ihm, also wenn man so in der Öffentlichkeit steht und ständig belagert wird von Presse sowie Fernsehen. Das macht Ihn als Menschen doch nur noch sympathischer, mein Outing war für mich auch kein Zuckerschlecken, es war der Horror.

  2. Andreas Michael

    es ist für die meisten HORROR. Ich habe 40 Jahre gebraucht. Meine Frau wußte es, nachdem wir geheiratet haben. Ich wäre fast daran kaputt gegangen. Schließlich war es die richtige Entscheidung für alle.

  3. Marcel André Behrends

    Ich beneide jeden für den es keine Horror Szenarien gibt/gab, es kommt allerdings auch immer auf das Umfeld an. Mit Anfang 20 hab ich mich geoutet, wobei der Teufelskreis ja schon viel vorher anfing, hatte nicht gerade wenige Freundinnen. Aber zuhause wenn ich zur Ruhe kam würde ich verrückt, hab nur geheult u dachte mir „NEIN” das geht nicht das ist falsch. Bei Freunden wo ich ständig unter Strom stand damit die nichts mitbekamen wurde es immer schlimmer, aber diese Freunde waren keine Freunde. Heute bin ich so wie ich bin glücklich in meiner Haut und im reinen mit mir selbst, und wer ein Problem mit mir und meiner Neigung oder meiner Einstellung hat der kann gehen.

  4. Bernd Gaiser

    Die Mai-Ausgabe des Magazins hat noch mehr zu bieten. Neben einer breit angelegte Mischung unterschiedlicher Themen die unser Leben bestimmen, auch den großartigen Artikel von Dirk Ludigs („linksgrün versiffter” Journalist) über seine Begegnung mit schwulen Anhängern der AfD in der saarländischen Provinz.


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