Silhouette of a parade of gays and lesbians

ESC: Regenbogenfahnen sind okay

Sie dürfen laut der Veranstalter nur kein "politisches Statement" sein

Die European Broadcasting Union, die für die Ausrichtung des ESC in Stockholm verantwortlich ist, hat eine umstrittene Anordnung von letzter Woche zurück gezogen, nach der beim Live-Auftritt des russischen Teilnehmers keine Regenbogenfahnen geschwenkt werden dürften, weil das als politische Provokation mißverstanden werden könnte. Viele Fans hatten gegen die Entscheidung protestiert und ihr Unverständnis öffentlich gemacht.

Gewinnt er, würde der ESC 2017 in Russland stattfinden. Für die riesige schwule ESC-Fangemeinde nicht unbedingt ein schönes Szenario.

Ganz besonders dürfte sich Sergey Lazarev über die Entscheidung freuen. Der Russe gilt mit seinem Song „You Are The Only One“ als Mitfavorit in diesem Jahr. Gewinnt er, würde der ESC 2017 in Russland stattfinden. Für die riesige schwule ESC-Fangemeinde nicht unbedingt ein schönes Szenario, denn dort gelten restriktive Gesetze gegen „Homo-Propaganda”. Lazarev selbst allerdings ist ganz entspannt. „Ich habe nichts gegen Regenbogenfahnen während meines Songs. Im Gegenteil, das schwule Publikum ist toll”, sagte er vor wenigen Tagen. Trotzdem dürfen die Fahnen nun zwar auch während seines Auftritts geschwenkt werden, allerdings laut EBu nur so, dass das nicht als „politisches Signal” verstanden werden kann.

Die EBU versucht sicherzustellen, dass der ESC frei von politischen Statements, unerwünschter Werbung und gemeinen Kommentaren ist.

Die Erklärung dafür, wie man eine Flagge die ein politisches Symbol ist, nicht als solches verwendet, wird mitgeliefert: „Die EBU versucht sicherzustellen, dass der ESC frei von politischen Statements, unerwünschter Werbung und gemeinen Kommentaren ist, wie das auch in den Regeln für die Veranstaltung, die alle 42 teilnehmenden Länder unterschrieben haben, vorgesehen ist. Für die Veranstalter hat die Sicherheit des Publikums und der Crew höchste Priorität. Deswegen hat die zuständige Gruppe innerhalb der EBU so über die Flaggen entschieden. Die Regenbogenflagge steht für Diversity und Vielfalt, beides Kernthemen des Eurovision Song Contests und der EBU.”

Die Kritik an Russland „Anti-Gay”-Gesetze im Vorfeld des ESC sei unnötig und völlig überzogen.

Gestern hatte der russische Botschafter in Schweden, Viktor Tatarinsew, gegenüber dem schwedischen Fernsehsender SVT gesagt, die Kritik an Russland „Anti-Gay”-Gesetze im Vorfeld des ESC sei unnötig und völlig überzogen. „Ich kann nur alle Homosexuellen in Schweden und im Westen generell auffordern, nach Russland zu kommen und sich selbst davon zu überzeugen, dass es bei uns ganz friedlich ist.” Alles andere sei einfach nur „Russophobie”. Russische LGBTI-Aktivisten sehen das sicher anders.

Foto: Fotolia/Prazis


12 Kommentare

  1. Amir Ahmed

    der russische botschafter braucht in seinem heimatland doch nur händchenhaltend einen anderen mann abbusserln, dann sieht er wie „friedlich” das land tatsächlich ist *kopfschüttel*

  2. Michael Felix Leopold

    „Die Erklärung dafür, wie man eine Flagge die ein politisches Symbol ist, nicht als solches verwendet, wird mitgeliefert: „Die EBU versucht sicherzustellen, dass der ESC frei von politischen Statements, unerwünschter Werbung und gemeinen Kommentaren ist, wie das auch in den Regeln für die Veranstaltung, die alle 42 teilnehmenden Länder unterschrieben haben, vorgesehen ist. Für die Veranstalter hat die Sicherheit des Publikums und der Crew höchste Priorität. Deswegen hat die zuständige Gruppe innerhalb der EBU so über die Flaggen entschieden. Die Regenbogenflagge steht für Diversity und Vielfalt, beides Kernthemen des Eurovision Song Contests und der EBU.” ”

    Es wird eben NICHT erklärt wie das geht.


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