junger Mann trinkt Bier

Gaydelight am Vatertag

"Stuttgarter Frühlingsfest" wird schwul

von Pascal Beck

Frisch gezapftes Bier, Riesenrad und Partyband – die Frühlingsfeste sind wieder im vollen Gang. Bereits seit dem 16. April lädt „Europas größtes Frühlingsfest“ (Selbstbeschreibung) zum Feiern ein. Und auch dieses Jahr wird es wieder einen Abend geben, der den schwulen und lesbischen Besuchern sowie deren Freunden gewidmet ist.

Mittlerweile zum 31. Mal lädt Theo von Pagliarucci und die IG CSD Stuttgart e.V. heute zum Gaydelight ein. Ab 18 Uhr wird das Partyzelt „Zum Wasenwirt“ auch in diesem Jahr wieder schwul. Für die passende Unterhaltung ist bereits gesorgt. Neben der Partyband „Die Grafenberger“ wird der SWR3-DJ Michael Leupold die Gäste bei Laune halten. Ein besonderes Highlight wird wohl der Besuch der Gewinnerin der Drag Queen-Wettbewerbe „Diva Deluxe 2015“ und Karlsruhes „Next Super Drag 2014“, Vava Vilde.

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Auch dieses Mal wird der feucht fröhliche Abend durch Informationen zum diesjährigen Christopher Street Day ergänzt. Am Eingang des Festzeltes zeigen die Organisatoren der Pride Flagge und stehen an ihrem Infostand Rede und Antwort. Der Stuttgarter CSD findet in diesem Jahr vom 22. bis 31. Juli statt, die Parade zieht am 30. Juli unter dem Motto „Operation Sichtbarkeit“ durch die Stadt.

Der CSD wird außerdem durch eine Spendenaktion der Wasenwirt-Crew unterstützt. So geht auch in diesem Jahr wieder ein Teil des Maß-Umsatzes zu Gunsten des CSD Festivals. Damit unterstützt das Festzelt aktiv die zahlreichen Vereinsaktivitäten rund um Vielfalt, Gleichberechtigung sowie Akzeptanz. Und wenn um 23 Uhr die Lichter im Wasenwirt so allmählich ausgehen, ist die Party noch lange nicht vorbei. Im Aer Club geht es mit der „Carry On!“-Party direkt weiter. Dort wird mit kräftigen House-Beats von DJ Ocean allen Nachtschwärmern ein würdiger Ausklang des Abends garantiert.

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Anfängliches Werbeverbot

Heute ein Event, zu dem Besucher von überall anreisen, stieß das Gaydelight nicht immer auf Zustimmung. Vor 15 Jahren ursprünglich als Travestieabend von einem Mitarbeiter des Wasenwirts Initiiert, erhielt das Festzelt anfänglich ein Werbeverbot für die Veranstaltung. Laut In.Stuttgart, die das Stuttgarter Frühlingsfest sowie andere große Festivitäten veranstalten, passte ein solcher Abend nicht zum familienfreundlichen Bild des Frühlingsfestes. Erst als sich der IG CSD Stuttgart e.V. einschaltete und öffentlichen Druck machte, sodass selbst die Bild-Zeitung darüber berichtete, wurde das Verbot aufgehoben. Damit kam die Sache ins Rollen. Der ursprüngliche Travestieabend wurde zum Gaydelight, das Team um den Stuttgarter CSD wurde zum Kooperationspartner und der Wasenwirt rief seine Spendenaktion ins Leben.

Der Eintritt zum Gaydelight ist frei.

Titelbild: Fotolia

 


1 Kommentar

  1. Rolf Michael Kiesen

    In der Tat ist es schon Tradtion, dass beim „Wasenwirt“ am letzten Donnerstag des Stuttgarter Frühlingsfests die Gays feiern dürfen. Michael Kiesen, Autor u.a. Krimi „Stuttgart Frühlingsfest“


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