Silhouette of terrorists

Das Töten geht weiter

Terrornetzwerk ISIS steinigt Jugendlichen, weil er angeblich schwul war

Das Terrornetzwerk ISIS hat in Syrien erneut einen mutmaßlich schwulen Mann hingerichtet: Jamal Nassir al-Oujan war gerade erst 15. Er war am Samstag in der Stadt Mayadin im Osten des Landes festgenommen worden. Ein Scharia-Gericht sprach ihn im Sinne der verbotenen Sodomie „schuldig“ und verurteilte ihn zum Tod durch Steinigung.

Diese brutale Szene hat die ganze Bevölkerung von Mayadin schockiert

Wie eine Augenzeuge der unabhängigen Nachrichtenagentur ARA News mitteilte, wurde er Anfang der Woche auf einem öffentlichen Platz durch ISIS-Mitglieder getötet. Einige Zivilisten wurden gezwungen, sich an der Steinigung zu beteiligen. „Diese brutale Szene hat die ganze Bevölkerung von Mayadin schockiert”, so der Zeuge.

ISIS

Foto: ARA News

Der Aktivist Ahmed Ramadan warf dem Terrornetzwerk ISIS vor, alle Menschenrechte verletzt zu haben, indem es brutale Gräueltaten gegen Zivilisten verübe und Menschen aus haltlosen Gründen bestrafe, um seine Macht gegenüber unbewaffneten, friedlichen Bürgern zu demonstrieren.

Queere Menschen wurden in Syrien schon verfolgt, bevor es ISIS gab. Bereits 2009 hatten militärische Gruppen „Säuberungs“-Aktionen durchgeführt (MÄNNER-Archiv). Um auf die wiederholte Tötung schwuler Männer hinzuweisen, gab es in diesem Jahr erstmals einen syrischen Kandidaten bei der Wahl zum Mr. Gay World. Organisiert wurde sie vom Journalisten Mahmoud Hassino: „Ich hatte es satt, dass syrische Queers bloß als Leichen in den Videos von ISIS oder als Opfer der Verbrechen des Assad-Regimes dargestellt werden.“ (MÄNNER-Archiv).

Der Krieg in Syrien hält seit mittlerweile über fünf Jahren an. Erst Anfang der Woche hatte ISIS in die syrischen Küstenstädte Tartus und Dschabla eine Anschlagsserie verübt. Mindestens 100 Menschen starben, weitere 120 wurden verletzt.

Syrer erhalten häufig „nur” noch subsidiären Schutz

Die Organisation Pro Asyl teilte vergangene Woche mit, dass immer mehr Asylbewerber aus Syrien immer mehr „nur“ subsidiären Schutz erhielten, während sie noch 2015 fast ausschließlich Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) erhalten hatten: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge war häufig von  Oberverwaltungsgerichten dazu wurden, da syrische Rückkehrer mit individueller Verfolgung durch das Assad-Regime zu rechnen haben. Daher hatte das BAMF über ihre Anträge in beschleunigten Schriftverfahren entschieden. Auf Anordnung von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) wurde dieses Verfahren mittlerweile beendet: Jeder syrische Asylantrag wird wieder individuell mit Anhörung geprüft und verstärkt soll der subsidiäre Schutz zugesprochen werden. Dies seit zwar laut Pro Asyl ein sehr starker Flüchtlingsschutz, doch im Gegensatz zum GFK-Schutz wird die Aufenthaltserlaubnis zunächst nur auf ein Jahr befristet. Das heißt nicht, dass subsidiär Schutzberechtigte dann abgeschoben werden: Vielmehr wird ihr Schutzanspruch lediglich überprüft, in der Regel erhalten die Betroffenen  eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland. Subsidiär Schutzberechtigte erhalten auch vollen Zugang zum Arbeitsmarkt und haben Anspruch auf Sozialleistungen.

Titelbild: Fotolia


11 Kommentare

  1. Robby Petrowske

    Warum kann man nicht alle is Menschen umbringen es kotzt mich an geht alles nur um macht geld, können schwule nicht einfach Leben? Adam und Eva Mann und Frau sollen nur Kinder machen nur Fortpflanzung dann können wir doch Leben Lieben wen wir wollen. Sry meine Gedanken schreib ich einfach

  2. Ömer Sith Blackwave

    Niemand gehört ausgelöscht mein Beileid an den jungen man sollte einen wahren friedlichen Anführer haben der dir Leute in guten Weg leitet.
    Und wenn nicht dann bin ich für eine Atomrakete

  3. Markus Schlote

    also bei aller liebe. aber ganz dicht sind die sicher nimma.
    das hat weder etwas mit religion noch sonnstwas zu tun. diese widerwertigen kreaturen geilen sich nur am töten an, an sonnst nichts. abartig.

  4. Rolf Michael Kiesen

    Im Koran steht nicht, dass man Homosexuelle töten soll; allerdings wird der Mythos von Sodom und Gomorrha zitiert. Die Dschihadisten des IS lehnen sich an den Wahhabismus der Saudis an, eine strenge Beduinensekte. Michael Kiesen, Autor u.a. Roman „Halbmond über Berlin”


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