Conchita Screenshot

„Respekt gegenüber allem und allen”

Conchita Wurst hat eine Nachricht für den nächsten österreichischen Bundespräsidenten

Die Stichwahl, in der der nächste österreichische Bundespräsident am 22. Mai den Sieg erringen muss, um ins Amt ziehen zu können, ist entscheidend für das Land. Nicht, weil das Amt politische Entscheidungskraft beinhalten würde, der Bundespräsident hat hauptsächlich repräsentative Aufgaben. Sondern weil die Wahl zwischen zwei Kandidaten fällt, die für sehr unterschiedliche Wertesysteme stehen.

Alexander Van der Bellen hat als einziger Kandidat unmissverständlich klar gemacht, dass er einen FPÖ-Kanzler verhindern will.

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bekam am 24. April 35,4 Prozent der Stimmen. (MÄNNER ARCHIV) Er landete damit weit vor den anderen fünf Kandidaten und fuhr das bisher beste Ergebnis der FPÖ auf Bundesebene ein. Da der 45-Jährige die 50-Prozent-Hürde verfehlte, kommt es am 22. Mai zu einer Stichwahl. Sein Gegenkandidat der ehemalige, bei LGBTI sehr beliebte Chef der österreichischen Grünen Alexander Van der Bellen. Der elder Statesman erhielt 21,3 Prozent aller Stimmen. Van der Bellen hat als einziger Kandidat unmissverständlich klar gemacht, dass er einen FPÖ-Kanzler verhindern will: „Ich bin tatsächlich der Meinung, dass die österreichischen Interessen nicht gut vertreten sind, wenn dauernd phantasiert von einem Austritt aus der EU wird, einer ständigen Schwächung der EU, der Wiedererrichtung der alten Grenzen.“

Ich fordere von unserem Bundespräsidenten den Willen, gemeinsam mit der Bevölkerung, dieses Land, zu einer besseren Version von Österreich zu machen. Nicht weniger ist ihr Job.

Das findet sicher auch Conchita Wurst, die vor der Wahl ihre Beliebtheit in die Waagschale wirft und sich nicht eindeutig, aber deutlich, hinter ein modernes Österreich stellt. Sie sagt: „Ich fordere von unserem nächsten Bundespräsidenten, dass er über den Tellerrand sieht, sich selbst zurück stellt, zum Wohl des Landes und der Bevölkerung. Ich fordere Respekt gegenüber allem und allen. Auch gegenüber jenen Themen und Menschen, die Sie, Herr Hofer, Herr Van der Bellen vielleicht nicht in ihrem Wahlprogramm stehen haben. Ich fordere von unserem Bundespräsidenten den Willen, gemeinsam mit der Bevölkerung, dieses Land, zu einer besseren Version von Österreich zu machen. Nicht weniger ist ihr Job.” Es folgt ein kurzer Aufruf an die Wähler, dieser, ihrer Maxime bei ihrer Wahl in zehn Tage, den Vorrang zu geben. Eleganz, Eloquenz und Rückgrat. Es scheint wirklich nichts zu geben, was Conchita nicht kann.

Bild: Screenshot/Facebook

Hier das Video:


3 Kommentare

  1. Mike Murmel

    Vielleicht sollten die, die hier nun applaudieren, auch sich selbst hinterfragen. Oftmals sind die, die am Deutlichsten die Toleranz einfordern, die Intoleranten in Sachen schwullesbischer Vielfalt.


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