-® Franz Frieling_FF43083_DINA5_2016-04-26

Kein Nachwuchs für schwule Gänsegeier

Das Adoptiv-Ei war vermutlich nicht befruchtet

Nordhorn und Isis müssen jetzt ganz tapfer sein. Das Gänsegeierpaar aus dem Nordhorner Tierpark wird leider nicht Eltern, vorerst jedenfalls nicht. Am Vormittag nahmen Revierleiter Tom ten Tusscher und Biologin Ina Deiting das Ei aus dem Nest und anschließend mit Zootierärztin Dr. Heike Weber genauer unter die Lupe. Heute ist Bruttag 61. Die Brutdauer bei Gänsegeiern beträgt im Normalfall 52 Tage, teilte der Zoo in einer Pressemitteilung mit. Da Überschreitungen aber nicht selten sind, wurde bis fast 10 Tage über der Regelzeit gewartet.

schwule Geier

Tom ten Tusscher und Heike Weber öffnen das Ei (Foto: Tierpark)

„Die Hoffnung, dass die Brut erfolgreich endet, schwand in den letzten Tagen natürlich immer mehr“, so Revierleiter Tom ten Tusscher. „Die Geier standen immer häufiger für längere Zeit vom Nest auf, was schon kein gutes Zeichen war.“

Jeder hätte den beiden Geiern den Erfolg gegönnt

Natürlich ist die Enttäuschung bei den Mitarbeitern im Familienzoo groß, denn nach mehr als zwei Monaten strammer Brutzeit bei zum Teil eisigen Temperaturen, Hagel und Schnee hätte wohl jeder den beiden Geiern den Erfolg gegönnt. „Natürlich hätten wir uns sehr über ein fideles Küken gefreut! Nicht zuletzt, weil wir selber sehr gespannt waren, ob sich Nordhorn und Isis nach dem perfekten Nestbau und der disziplinierten gemeinsamen Brutzeit auch tatsächlich gut um den Nachwuchs kümmern würden (MÄNNER-Archiv). Die Chancen hierfür standen gut!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Beide Geier haben sich vorbildlich gekümmert.“

Geier ® Franz Frieling
Die Untersuchung des Eis hat nun aber ergeben, dass das Ei offensichtlich nicht befruchtet war, oder in einem sehr frühen Stadium bereits abgestorben ist. Auch bei einer noch längeren Brutdauer hätte nie ein Küken schlüpfen können. Nun ist man gespannt auf die kommende Brutsaison der Gänsegeier. Wird „Lisa“ diesmal einen festen Partner finden der zum Nestbau mit ihr bereit ist? Müssen „Nordhorn“ und „Isis“ wieder ran und werden sie erneut ein gemeinsames Nest anlegen? Anfang 2017 weiß man mehr.

Fotos: Franz Frieling/Tierpark


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