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Stolze Arbeitgeber

Das Netzwerk PrOUT Employer hat ein neues Mitglied, das fast 17000 Arbeitnehmer beschäftigt

Augen auf bei der Berufs- und Betriebswahl. Gerade als ehrgeiziger Mitarbeiter, der sein Talent allein zu Markte tragen muss, ist es wichtig, sich beim Aussuchen seines zukünftigen Arbeitgebers, Ausbilders und Berufsumfeldes die Frage zu stellen, ob man dort problemlos out sein kann. Denn das trifft leider für gut die Hälfte aller deutschen Arbeitgeber immer noch nicht zu. Was ein volkswirtschaftliches Problem ist. Weil: Nicht nur sind Arbeitnehmer, die sein können, wie sie eben nun mal sind, besser in ihrem Job und erledigen ihn ideenreicher und effektiver, sondern ihre Leistung führt auch dazu, dass Unternehmen mit erfolgreicher Diversity-Firmenpolitik einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten haben.

Ziel der Stiftung ist es dabei, sich dafür einzusetzen, dass die Arbeitswelt offen ist für alle Menschen.

Weil das großen Unternehmen schon seit einigen Jahren klar ist, haben sie 2013 auf Anregung von Albert Kehrer und Innovation Manager Jean-Luc Vey die PROUTEMPLOYER-Stiftung gegründet. Die umschreibt ihre Ziele so: „Zweck der Stiftung ist die Förderung der Volks- und Berufsbildung und der Wissenschaft und Forschung. Ziel der Stiftung ist es dabei, sich dafür einzusetzen, dass die Arbeitswelt offen ist für alle Menschen, unabhängig von deren sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, dem geschlechtlichen Ausdruck oder geschlechtlicher Eigenschaften/Merkmale.” Ende der Durchsage. Das alles soll über Pressearbeit, Mitarbeiterschulungen, Studien zum Thema, Veröffentlichungen von Ratgebern und Infomaterial zum Nutzen einer wertschätzenden Kultur ohne Homo-/Trans*-Phobie und Diskriminierung im Arbeitsumfeld und die Zusammenarbeit mit ausländischen Organisationen mit vergleichbaren Zielen erreicht werden.

Deutsche Bank, Deutsche Bahn, Telekom, IBM, Siemens, BASF, adidas und viele andere Unternehmen geben Geld und engagieren sich innerhalb ihrer Betriebe  für die gute Sache.

Die Liste der Stifter und Mitglieder liest sich ein bisschen wie das Who is Who der deutschen Wirtschaft: Deutsche Bank, Deutsche Bahn, Telekom, IBM, Siemens, BASF, adidas und viele andere Unternehmen geben Geld und engagieren sich innerhalb ihrer Betriebe für die gute Sache. Neuestes Mitglied ist seit heute das Service-Unternehmen Sodexo. Sodexo beschäftigt rund 16.700 Mitarbeiter, die mit ihrer Servicementalität täglich mehr als 430.000 Nutzer in rund 1.900 Betrieben begeistern, darunter Wirtschaftsunternehmen, Behörden, Schulen, Kindergärten, Kliniken und Senioreneinrichtungen. Unter anderem beliefern die Schulen und Betriebe mit Tausenden Mittagsessen für Schüler und MitarbeiterInnen. Und das Unternehmen passt hervorragend in die Stiftung: Oliver Vellage, CEO Corporate Services D|A|CH bei Sodexo und interner Sponsor des Mitarbeiternetzwerks PRIDE erklärt: „Bereits im Jahr 2008 unterzeichnete Sodexo in Deutschland als Bekenntnis die ‚Charta der Vielfalt‘. Darüber hinaus werden viele weitere Maßnahmen umgesetzt, die zu mehr Chancengleichheit beitragen. Seit 2014 gibt es beispielsweise bei Sodexo das Mitarbeiternetzwerk PRIDE, das Sodexo-Mitarbeiter miteinander und mit anderen LGBT-Netzwerken vernetzt, eine offene Kommunikation fördert und in verschiedenen Arbeitsgruppen Projekte zu LGBT-Themen umsetzt.“ Wer also wissen will, wo es sich als Mitglied der LGBTI-Communitys gut arbeiten lässt, hat jetzt einen Ansprechpartner mehr.

Foto: Imago/momius


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