Dsseldorf am Abend

„Wir machen den CSD nicht umsonst“

Bei der offiziellen CSD-Party in Düsseldorf kam es zu Auseinandersetzungen mit Türstehern

Düsseldorf hat an diesem Wochenende den Christopher Street Day gefeiert – in der Partnerstadt Moskau dagegen war der Pride mal wieder verboten worden (MÄNNER-Archiv). Bei der offiziellen CSD-Aftershowparty im Club Stahlwerk kam es offenbar mehrfach zu Auseinandersetzungen mit Türstehern. Wie der 28-jährige Justin Jonas bei Facebook berichtet, hat er beim Verlassen der Mandanzz-Party um 6 Uhr früh gehört, wie ein Türsteher einen Gast als „Scheißschwuchtel” und „Arschficker” beleidigte und ihn aufforderte, sich „zu verpissen”.

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Justin Jonas (Foto: Facebook)

Daraufhin stellt Justin den Türsteher zur Rede. Dessen „homophobe Einstellung“ habe ihn wütend gemacht, schreibt er. Nun sei der Türsteher auf ihn losgegangen und habe ihn geschlagen. „Ich hatte ein Glas in der Hand und er hat die Verletzung im Kauf genommen.“ Der Türsteher soll auf Justin eingeprügelt und ihn zu Boden geworfen haben. Gegenüber MÄNNER sagte er, er sei ein friedlicher Mensch und gehe schon seit Jahren auf diese Party. Bisher sei ihm so etwas nicht passiert.

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Justin Jonas (Foto: Facebook)

„Jedes Jahr kämpfen wir für Gleichberechtigung und Akzeptanz“, fügt Justin hinzu. „Wir machen den CSD nicht umsonst!“

Ein Türsteher drohte dem Gast Schläge an

Via Facebook hat sich mittlerweile auch ein zweiter Gast der Party gemeldet, dessen Freund vom Hausmeister an der Kehle gepackt und „über den Hof geschliffen“ worden sein soll. Er habe blaue Flecken an Hals und Armen zurückbehalten; ein Türsteher habe dem Gast außerdem Schläge angedroht. Dafür gebe es mehrere Zeugen.

In beiden Fällen wurden Anzeigen erstattet. Von Seiten der Sicherheitsfirma werden die Vorgänge anders dargestellt und z. T. auf den betrunkenen Zustand der Gäste verwiesen. Der CSD Düsseldorf e.V. will sich zunächst nicht äußern und hat am Abend bei Facebook ein offizielles Statement veröffentlicht:

Wir bitten Euch, zunächst den Ball flach zu halten

„Die Angelegenheit wird hier geprüft und mit den Verantwortlichen besprochen und hoffentlich kurzfristig geklärt. Wir sind bemüht die Vorkommnise zu klären und stehen mit den Beteiligten in Kontakt. Wir bitten Euch zunächst ‚den Ball flach zu halten‘, bis wir von allen Stellen die entsprechenden Aussagen vorliegen haben.“

Morgen Mittag soll ein Gespräch zwischen dem CSD-Verein und dem Partyveranstalter stattfinden, der die Securityleute für den Abend gebucht hat. Die CSD-Veranstalter wollen außerdem ein klärendes Gespräch zwischen den Gästen und den Türstehern initiieren.

Titelbild: Fotolia


32 Kommentare

  1. Simon Marvin Wilde

    Zu geil. Toleranz fordern, aber solche Kommentare ablassen.
    Und denken kann ich, mach dir da mal keine Sorgen. Was ein Typ ey.
    Pass auf: stell dich bloß nicht auf einen CSD Wagen in Köln. Kann ja sein, dass plötzlich dein religiöser Hintergrund ein Problem darstellt…

  2. Alexander Gallius

    Simon Marvin Wilde …. komm ma runter von deiner schnappatmung. … ich habe zwei varrianten zur Disposition gestellt und keine spezifische Aussage getroffen. aber naja nach deinem Profil wundert mich diese Reaktion nicht mehr….

  3. Kevin Montany-Jung

    >stimmt= niemand will als „scheißschwuchtel” oder „arschficker” beleidigt entwürdigt entehrt i.c. werden, so wie 1933 ff. die nazis juden auch beleidigt entehrt entwürdigt i.c. haben – egal ob die beleidigung i.c. gegen über schwule heute erkennbar von z.b. sicherheitsleuten gesagt werden oder sich in sätzen geschickt „versteckt”, so z.b. von dienstleister gegenüber schwulen kunde/ patient mittels worte wie „ich hasse warmes oder schwüles wetter, darf ich die tür oder fenster aufmachen” == meint aber in wahrheit „ich hasse homosexuelle” … oder =?!= denke ich heute so gegen 17.00 Uhr=?!<

  4. Manni Koeln

    Vielleicht halten sich alle mal an die bitte des CSD Düsseldorf e. V. und halten den Ball flach!?
    Spekulationen und Unterstellungen aus der Ferne sind weder angebracht noch hilfreich!

  5. Bernhard Kreiner

    solange es homosexuelle gibt die immer noch homophoben religionen und homophoben parteien nachlauffen wundert mich das nicht oft kommt das störfeuer von verklemmten aus den eigenen reihen

  6. Olaf Schniggenfittig

    Schade,dass ihr in Düsseldorf, so’n Mist habt erleben
    müssen!Aber denkt dran,es gibt auch andere Gesellschaftsmitglieder in unserer Gesellschaft, welche
    ebenfalls für ihr Dasein kämpfen müssen!Ausserdem,die,
    welche uns attackieren;könnten zur Abwechslung auch
    mal für ihr Dasein kämpfen! Vielleicht arbeitet der oder die eine bei z.B. Aldi an der Kasse!

  7. Matthias Kleemeier

    So weit ist es also schon gekommen, das wir uns jetzt schon auf unseren eigenen Parties nicht mehr sicher fühlen können. Ich denke die Securities sollten sich selber fragen, ob sie für eine CSD Party, geeignet sind. Ich glaube nicht, das die bei einer Hetenparty, einfach so Gewalt anwenden würden, alleine schon ihrer eigenen Sicherheit wegen. 🙁

  8. Matthias Kleemeier

    Es muss nicht unbedingt etwas mit der Religion zu tun haben, manchmal reicht auch das Parteibuch. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Verhalten der Securities unprofessionell war.

  9. Alexander Gallius

    Kathrin Frassine ich hetze nicht. aber sie unterstellen. kleiner unterschied… 😉 ebenso könnte man noch ne dritte Variante ins Spiel bringen…. besoffene tucke grabscht hetentürsteher an…. 😉 der es nit wollte. und da wir alle nit dabei waren aber alle Varianten kennen…. Aussage gegen aussage. nit mehr nit weniger.

  10. Mario Bauer

    Das der JJ eine Flasche Rotwein übers Tor geschmissen hat und 2 Gäste getroffen hat wurde nicht erzählt das hat aber Gott sei Dank die Polizei mit bekommen!! und das die Person zb den Türsteher mit Bier beworfen hat wurde wohl auch vergessen , klar gehören so Verbale Ausdrücke nicht dort hin aber auch Türsteher haben einen Job zu machen und ich bin seid Jahren da Gast und kann nix schlimmes über den Sicherheitsdienst sagen ok die Beschimpfungen waren da jetzt nicht angebracht

  11. Mario Bauer

    Das der JJ eine Flasche Rotwein übers Tor geschmissen hat und 2 Gäste getroffen hat wurde nicht erzählt das hat aber Gott sei Dank die Polizei mit bekommen!! und das die Person zb den Türsteher mit Bier beworfen hat wurde wohl auch vergessen , klar gehören so Verbale Ausdrücke nicht dort hin aber auch Türsteher haben einen Job zu machen und ich bin seid Jahren da Gast und kann nix schlimmes über den Sicherheitsdienst sagen ok die Beschimpfungen waren da jetzt nicht angebracht

    und das der Hausmeister den Gast bei anpinseln der Hütten erwischt hatte das wurde auch verschwiegen also man sollte bei der Wahrheit bleiben und trotzdem müssen wir uns nicht beschimpfen lassen

  12. Justin Jonas

    Alexander Gallius selbst wenn jemand anderes mit Bier geschmissen hat und er dann als Security Mitarbeiter homophobe Äußerungen macht die er offiziell zugegeben hat und sich bei denjenigen entschuldigt hat dafür ist es kein Grund mich zu attackieren und mich zu Boden zu werfen so das ich mir die halbe Hand offen schneide …

  13. Alexander Gallius

    Justin Jonas es geht um die „einseitige” schlagzeile. wie ich das in meinem Post schon erwähnte. das solange man da nicht bei war es verschiedene Varianten gibt. nicht mehr nicht weniger. und wenn man sonne schlagzeile macht, dann bitte auch mit dem hintergrundwissen und allen fakten.

  14. Doro Poeppelmann

    Liebe Leute, Seit Jahren werden durch den Inhaber der Markt CSD Düsseldorf e.v., Herrn Wahle, Mitgliedereintritte verhindert. Er hat riesige Angst abgewählt zu werden. Er sieht den Verein als sein Eigentum an. Hat mal jemand die Finanzen geprüft? Das ganze Ding stinkt doch zum Himmel.Wie lange laßt Ihr Euch das noch gefallen ? Dieser CSD hatte doch nichts mit Szene in DORF zu tun. Warum unternimmt die KG Regenbogen als Lobby nichts dagegen ? Ist Euch alles egal ? Unliebsame Posiings auf der Seite des CSD werden regelmäßig gelöscht. Was geht hier ab ?


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