„Komm in meine Arme“

Mütter verschenkten auf dem Pride in Seoul Umarmungen für LGBTI-Kinder, die von ihren Eltern nicht so geliebt werden

Die Mütter und Väter von PFLAG (Eltern und Freunde von Lesben und Schwulen) in Südkoreas Hauptstadt Seoul hatten eine berührende Idee. Sie stellten während des Pride-Festivals letzte Woche in der Stadt einen Stand auf, an dem es nichts weiter gab, als Umarmungen von Müttern für LGBTI-Kinder. Nicht ihre Kinder, sondern die anderer Eltern, die ihre Kinder vielleicht nicht so lieb haben, weil sie schwul, lesbisch oder trans* sind. Ji-in, eine der Mütter sagte der Tageszeitung „The Korea Times“: „Wir wollten nur kurz da sein, aber unglaublich viele junge Menschen kamen, um sich von uns drücken zu lassen. Viele von ihnen haben in meinen Armen geweint. Ich bin sehr froh, dass wir das gemacht haben.“ Ji-ins eigener Sohn hat sich ihr vor drei Jahren offenbart.

Wir müssen zusammenstehen und eine Gesellschaft bauen, in der mein Sohn frei leben kann.

„Ich liebe mein Kind, so wie es ist. Warum sollte ich ihn ändern wollen? LGBTI haben es schwer genug, mit all den Vorurteilen und der Diskriminierung in unserer Gesellschaft. Wenn ich mein Kind verstoßen würde, wer würde sich um ihn kümmern? Wir müssen zusammenstehen und eine Gesellschaft bauen, in der mein Sohn frei leben kann.“ Bbomi, ein anderes PFLAG-Mitglied, erzählte: „Einige haben so geweint und mir erzählt, sie wären lange nicht mehr von ihrer Mutter umarmt worden. Ich habe mir vorgestellt, wie schön es wäre, wenn sie ihren Eltern gegenüber so offen sein könnten, wie mit mir.“ Ende Mai hatte ein Gericht, die Eheöffnung in dem Land abgelehnt. (MÄNNER-Archiv)

Foto: Screenshot

Hier das Video des Events:


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