Orlando_Opfer

Das sind die Opfer von Orlando

Die Stadt Orlando hat einige Namen der 50 Opfer der furchtbaren Tat im Pulse-Club veröffentlicht. Das sind die Gesichter dahinter.

Es ist ein Albtraum. Nach den furchtbaren Geschehnissen im Pulse-Club in Orlando trauert die Welt mit den Angehörigen und Freunden der Opfer. Präsident Obama hat die Tat inzwischen als „Akt des Terrors“ verurteilt und erklärt, die USA müsse alles tun, um herauszufinden, ob es Verbindungen zu extremistischen Gruppen gäbe. „Der Ort war mehr als ein Nachtclub“ so Obama. „Es war ein Ort der Solidarität und gemeinsamen Stärke.“

US-weite Mahwachen

In mehr als 100 Städten in den ganzen USA wurde inzwischen zu Mahnwachen und Solidaritätsdemos aufgerufen. Über 1.000 Menschen haben sich erst vor einigen Stunden vor dem Stonewall Inn in New York City zusammengefunden, um zu trauern. In Orlando selbst hat Bürgermeister Buddy Dyer die Bevölkerung darum gebeten, von Zusammenkünften vorerst abzusehen, da die Polizeikräfte momentan noch dringend für die Ermittlungen und die Versorgung der Opfer benötigt werden würden. In Berlin hat der Schwulen- und Lesbenverband zu einem Stillen Gedenken vor der Amerikanischen Botschaft in Berlin aufgerufen. Es wird heute um 13 Uhr stattfinden.

Viele der Opfer sind Teil der lateinamerikanischen LGTBI-Community

Im Internet gibt es unzählige Aktionen zur Solidaritätsbegründung, unter anderem über Aktionen wie den Hashtag #twomenkissing, außerdem kamen bei einem spontanen Fundraising für die Hinterbliebenen bereits über eine Million Dollar zusammen. Die Stadt Orlando hat damit begonnen, die Namen der Opfer der furchtbaren Tat zu veröffentlichen. Nachdem sich die Fotos zu diesen Namen schnell im Netz verbreitet haben, haben wir beschlossen, sie zu veröffentlichen, um den Opfern ein Gesicht zu geben. Viele von ihnen sind Teil aus der lateinamerikanischen LGTBI-Community, da am Abend des Massakers im Pulse eine Party mit lateinamerikanischer Clubmusik stattfand.

 

Luis Omar Ocasio-Capo, 20

Luis Omar Ocasio-Capo

Mit 20 Jahren ist Ocasio-Capo, den seine Freunde nur Omar nannten, das jüngste Opfer der furchtbaren Tat. Omar arbeitete als Tänzer in Cleveland und besuchte Freunde in Orlando. In einem Interview mit der Webseite Fusion erklärte ein Freund von Omar, dass dieser ein sehr offenes Leben gelebt habe und Menschen ermutigt habe, zu sich selbst zu stehen. (Foto: Facebook)

 

Edward Sotomayor Jr., 34

Edward Sotomayor

Edward Sotomayor Jr. stammte aus Sarasota in Florida, einer Kleinstadt etwa 150 km südwestlich von Orlando. Er arbeitet als Markenbetreuer für ein Reiseunternehmen, das sich auf Trips für schwule und Lesben spezialisiert hat. (Foto: Facebook)

 

Stanley Almodovar III, 23

Stanley Almodovar

Der in Massachusetts geborene Almodovar lebte in Clermont in Florida und arbeitete als Techniker in der Arzneimittelherstellung. „Mein Beruf ist mein Talent, die Arbeit mit Medikamenten hat mich gefunden.“ Auf seinem Facebook-Profil beschreibt ein Freund als „übersprudelnden Menschen – auf dem Boden geblieben und herzlich.“ (Foto: Facebook)

 

Juan Ramon Guerrero, 22

First picture of the year. Happy 2016

A post shared by Juan Guerrero (@juang0628) on

Verschiedene Nachrichtenseiten melden, dass Guerrero zur Zeit der Schießerei mit seinem Freund im Pulse war. Dieser spielt auch eine wichtige Rolle in Guerreros Instagram-Profil, das nun für viele Menschen ein Ort für Trauerbotschaften geworden ist.

 

Eric Ivan Ortiz-Rivera, 36

Eric Ivan Ortiz-Rivera

Ortiz war gebürtiger Puerto Ricaner und lebte laut Facebook in Florida, wo er laut seines Cousins vor einem Jahr seinen Mann geheiratet hat. Ortiz arbeitete in einem Geschäft für Partyzubehör und Sonnenbrillen und wird von seinem Cousin als „künstlerischer Mensch“ beschrieben, der immer zu Späßen aufgelegt war und gerne tanzte. (Foto: Facebook)

 

Peter O. Gonzalez-Cruz, 22

Peter O. Gonzalez-Cruz

Laut Facebook arbeitete Gonzales-Cruz bei UPS und ist in New Jersey zur Schule gegangen. Auf seinem Profil hat sich seine Mutter inzwischen für die Kondolenznachrichten bedankt, die seine Freunde für ihn hinterlassen haben. Sie schreibt: „Als Mutter fühle ich einen tiefen und riesigen Schmerz, so wie alle die jetzt damit umgehen müssen.“ (Foto: Facebook)

 

Luis S. Vielma, 22

Luis Vielma

Luis war Student an der Seminole State College in Florida und arbeitete im Universal-Vergnügungspark in Orlando. Sein Facebook-Profil offenbart einen sehr freundlichen Menschen mit Humor und einem Hauch liebevollem Nerdtum. (Foto: Facebook)

 

Kimberly (KJ) Morris, 37

KJ Morris

KJ Morris arbeitete als Türsteherin im Pulse und stammte ursprünglich aus Massachusetts. Auf den Sozialen Medien trauern Freunde um einen Menschen, der offensichtlich gerne die Tanzfläche aufsuchte und auch in Clubs performte. (Foto: Facebook)

 


20 Kommentare

  1. Berto Ma

    Aua 🙁 alle so jung…. ich kann nicht mehr 🙁 wie kann man so etwas nur tun…
    Wer gibt Leuten das Recht über andere leben zu entscheiden…. Die Leute hatten noch ihr ganzes Leben vor sich!!!

    So ein Hass darf kein Mensch gegen andere ausüben!!

    Die verbliebenen tun mir richtig leid… Ihre liebsten verloren zu haben ist das schrecklichste was einem passieren kann… Ich Hoffe das die verstobenen nicht leiden mussen 🙁

  2. Stefan Gehrke

    Es ist so traurig.

    Kaum gibt die Polizei die ersten Namen von Opfern bekannt, weißt die Zeitschrift „Männer“ einen Redakteur an, nach Gesichtern zu den Namen zu suchen?!

    Als Hinterbliebener wär es mir ganz und gar nicht recht ein Bild meines geliebten Menschen im Forum einer Zeitschrift sehen zu müssen, die neben aller Anteilnahme damit versucht PR für sich selbst zu machen.

  3. Alex Raw

    Wer hofiert nochmal in D den Islam und verharmlost die Gewalt und den Hass der von dieser Religion ausgeht ? Der Täter hat umgesetzt was in islamischen Ländern Standard ist, Todesstrafe für Schwule….
    Widerlich , wie verlogen div. Politker reagieren – Göring Eckhardt und V. Beck vorneweg. – Der Islam ist für Homosexuelle eine Todesgefahr , der neue Faschismus im religiösen Mäntelchen….

    Die Opfer in Orlando und ihre Familien und Freunde , denen gilt mein ganzen Mitgeführ und meine Trauer . Für oben genannte Poltiker habe ich nur tiefe Verachtung übrig.

  4. Hans-Peter Lachowitz

    Mein Beileid, für alle Angehörigen. Sowas darf und sollte einfach nicht sein. Woher kommt nur all der Hass? „Du sollst nicht töten“, steht in der Bibel, und auch in anderen Glaubensgemeinschaften, aber trotzdem wird getötet, und sowas macht mir Angst. Denn alles dreht sich ihm Kreis. Der den Hass auslebt und die, die dann auf sollche Menschen-Religionen, auch einen Hass bekommen. Wohin soll das alles noch führen? Gott, schenkte UNS allen, so eine schöne Welt, man könnte so schön, miteinander Leben und Lieben. Und all die Politiker sehen mit der ruhe zu, machen gar nichts dagegen. Schande für all die, die sowas machen, und die nur zusehen, und die Klappe halten. Gott möge all den getöteten Seelen gnädig sein.

  5. Nathaly Mattmann

    Das sind nicht alle Islamisten. Sondern einzelne Idioten. Die gibt es über all. Auch bei uns. Hass bringt gar nichts. Braunes Gerede auch nicht. Schlimm was da passiert ist. Aber das liegt nicht am Islam. Sondern an einzelnen Extremisten. Mein Beileid gehört dem Angehörigen.

  6. Norbert Nachtblau

    selbst 1 Toter wäre schon 1 Toter zuviel…. // alles sehr traurig! – aber wie so oft: auch diesesmal werden die Amerikaner ihre Waffengesetze nicht verschärfen oder verändern befürchte ich.


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close