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FBI: Orlando-Attentäter nicht schwul

Agenten konnten keinerlei Belege für die angebliche Homosexualität von Omar Mateen finden

Nach dem Terroranschlag von Orlando dauerte es nur wenige Tage, bis sich Zeugen und Besucher des Pulse-Nachtclubs meldeten, die behaupteten, der Attentäter Omar Mateen hätte ein schwules Doppelleben geführt (MÄNNER-Archiv), hätte schwule Dating-Apps benutzt und sei oft im Pulse gewesen. Anfang der Woche hatte ein maskierter Mann mit dem Tarnnamen „Miguel” in einem langen Interview mit US-TV-Sender Univision sogar behauptet, Mateens Liebhaber gewesen zu sein.

„Es war dieser Typ”

Zu den Zeugen gehört das schwule Paar Ty Smith and Christopher Callen. Beide performten im Pulse als Drag-Queens und waren schockiert, als sie Bilder von Mateen im Fernsehen sahen: „Es war dieser Typ,” bestätigte Callen, der auch unter dem Namen Kristina McLaughlin auftritt. Gegenüber der Presseagentur Canadian Press sagte er: „Er ist bereits seit über drei Jahren regelmäßig in den Club gegangen.”Callen erinnert sich, dass er Mateen immer wieder im Pulse Männer küssen gesehen hat.

All diesen Theorien hat das FBI nun eine klare Absage erteilt

All diesen Theorien hat das FBI nun eine klare Absage erteilt: Es ließen sich, auch nach eingehenden Untersuchungen und Befragungen vieler Zeugen, keinerlei handfeste Belege dafür finden, dass Omar Mateen ein schwules Doppelleben geführt hat. Laut einem Report der Los Angeles Times hat das FBI die Daten von Mateens Laptop, Mobiltelefon und anderer elektronischer Kontakte ausgewertet und dabei keinerlei Spuren dafür gefunden, dass der Attentäter schwule Chats besucht, entsprechende Apps installiert oder verwendet, oder sich mit anderen Männern verabredet hätte. Auch „Miguel”s Aussagen halten die Ermittler für unseriös.

Das Mateen regelmäßiger Besucher des Pulse war, verneint bislang allerdings auch das FBI nicht.

Das Mateen regelmäßiger Besucher des Pulse war, verneint bislang allerdings auch das FBI nicht. Einige der potentiellen Zeugen aus dem Club spekulieren der L.A.-Times gegenüber darüber, ob hier Informationen unterdrückt werden sollen. „Wenn man eine App löscht, sind alle mit ihr verbundenen Informationen auch verschwunden”, sagt einer von ihr. Soviel Naivität wird die NSA freuen. Mateen hatte während des Attentats mehrfach Kontakt zu den Sicherheitsbehörden und dabei angegeben, Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat zu sein und die Tat in ihrem Namen zu verüben. ISIS hatte sich am Tag nach dem Massaker auch zu der Tat bekannt.

Foto: MySpace


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