Indien: Erstes schwules Paar in Werbung

Vaibav und Sukanth feiern ihre Liebe. "Wir sind ein ganz normales Paar"

Vaibav und Sukanth haben sich vor fünf Jahren kennen- und lieben gelernt. Sie leben zusammen. In Bengaluru, in Indien, wo Homosexualität, trotz jahrelanger Bemühungen das zu ändern, immer noch offiziell verboten ist (MÄNNER-Archiv). Um so mutiger ist, was Vaibav und Sukanth jetzt getan haben: Sie lassen sich, als erstes gleichgeschlechtliches Paar in der Geschichte ihres Landes überhaupt, für eine Werbekampagne fotografieren. Und haben zugestimmt, die Fotos auch veröffentlichen zu lassen. Sie wollen ihre Beziehung und ihre Liebe feiern. „Wir hoffen, es hilft Leuten dabei, zu verstehen, wie stinknormal wir als Paar sind und wie selbstverständlich wir miteinander umgehen“, sagte Viabhav dem Online-Portal Mashable. „Es wird Zeit, dass es mehr solche Fotoshootings gibt und man öfter Paare wie uns sieht.“

Wir glauben, dass jeder das Recht haben sollte, zu lieben, wen er will.

Die Idee für die Fotos hatte allerdings nicht das Paar, sondern jemand in der PR-Abteilung der App UrbanClap. Die bringt in Indien Kunden und Fachleute zusammen. Für seine neue Werbekampagne hat das Unternehmen Fotoshootings für fünf LGBTI-Paare verlost. Ziel: „Die Paare sollen schöne Fotos von sich haben, die sie mit ihrer Familie und ihren Freunden teilen und an denen sie noch in vielen Jahren Freude haben. Ob sie die Fotos veröffentlichen wollen oder nicht, ist ihre Entscheidung“, so ein Unternehmenssprecher. „Wir glauben, dass jeder das Recht haben sollte, zu lieben, wen er will. Es ist das grundlegenste aller Menschenrechte. Und wird doch so vielen Menschen auf der Erde vorenthalten. Wir stehen hinter der LGBTI-Community in Indien und unterstützen ihren Kampf um gleiche Rechte.“

Fotos: Urbanclap/Anubhab Rayh

 

 


9 Kommentare

  1. Kevin Montany-Jung

    > indien hat riesen problem mit überbevölkerung === so wie viele länder z.b. syrien die jetzt nach eu flüchten … von daher vermute ich, dass homosexualität in wahrheit die von gott gewollte natürliche antwort auf eine überbevölkerung und somit beitrag zur verhinderung von kriegen gewalt terror usw. , also die göttliche botschaft an politiker und gläubige die liebe vertrauen geborgenheit i.c. in allen facetten zuzulassen und rechtlich sicher zu stellen =!?! = denke ich=?!<

  2. Jaqueline Schulze

    Also eine „Überbevölkerung“ wäre mit einem richtig gut geführten Vernichtungskrieg wohl wesentlich schneller erledigt.
    Deshalb wird dieser ‚Gott‘ auch Menschen mit sehr wenig Hirn geschaffen haben, denn irgendwer muss diese Kriege ja auch schüren, beginnen und durchführen .

  3. Leonhard Ströber

    Das ist falsch. Homosexualität ist ein dem menschlichen Wesen natürlich vorhandenes Phänomen und ist überall und zu allen Zeiten zu einem geringen aber stabilen Anteil vorhanden. Es hat nicht mit Überbevölkerung bzw. der nicht ausgeübten Fruchtbarkeit zu tun. Es ist biologistisch oder soziologisch erklärbar. Einmal hat der Entwicklungsprozess aller Embryos männlich/weibliche Phasen, die nicht eindeutig abgrenzbar sind. Soziologisch ist ein stabil feststellbarer Anteil von gleichgeschlechtlich liebenden Exemplaren der menschlichen Spezies und sogar darüber hinaus nicht exclusiv bipolar differenzierte Liebe sondern einfach Liebe zum anderen Wesen (Nächstenliebe) auch sexueller Art unabdingbar für das Überleben der Art. Andersherum gesagt, wenn die Liebe exklusiv bipolar wäre, würden wir und bei geringster Feindseligkeit gegenseitig bekämpfen.

  4. Kevin Montany-Jung

    >nach % sind die meisten menschen naturgemäß (von gott so gewollt) bisexuell (ausgerüstet), also auch träger einer homosexualität … daraus die richtigen schlussfolgerungen gezogen, kann m.e. die welt friedlicher gestalten … homophobie diskriminierungen (rechtliche) ungleichbehandlung i.c. sind die falschen schlussfolgerungen == denke ich=?!<

  5. Kevin Montany-Jung

    >nach % sind die meisten menschen naturgemäß (von gott so gewollt) bisexuell (ausgerüstet), also auch träger einer homosexualität … daraus die richtigen schlussfolgerungen gezogen, kann m.e. die welt friedlicher gestalten … homophobie diskriminierungen (rechtliche) ungleichbehandlung i.c. sind die falschen schlussfolgerungen == denke ich=?!<

  6. Jean Andre

    Ja, ja „schwule Männer in der Werbung machen sich gut“ – aber hinter deren Rücken wird primitiv darüber gelästert – NUR: auch Schwule muss man mit Werbung „abzocken“.


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