Merkel, Trump, Clinton: Reaktionen

Die Kanzlerin und die Präsidentschaftskandidaten reagieren sehr unterschiedlich auf das Massaker von Orlando

Drei wichtige Politiker haben auf sehr unterschiedliche Art und Weise auf den Anschlag von Orlando (MÄNNER-Archiv) reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: „Unser Herz ist schwer. … Wir sind fest entschlossen, auch wenn solche Taten uns in tiefe Trauer versetzen, unser offenes, tolerantes Leben fortzusetzen.“ Nicht einmal fielen die Worte schwul oder lesbisch, die Community blieb unerwähnt und es war, wie immer bei Merkel, von Toleranz, nicht von Akzeptanz die Rede. Auch 50 Tote und 53 Verletzte bringen die Kanzlerin offensichtlich nicht dazu, ihr negatives Bauchgefühl gegenüber LGBTI zu überwinden.

Hier ihre Bemerkungen:

Schlimmer reagierte allerdings der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump. Der machte die Anschläge zu einer Ego-Show für seine Muslim feindlichen Ansichten. Sein erster Tweet nach dem Massaker stieß auf Entsetzen, auch unter vielen Republikanern:

Er schrieb: „Ich freue mich über die Glückwünsche dafür, dass ich recht hatte, was den radikalen, islamischen Terrorismus anbelangt. Aber ich brauche jetzt keine Glückwünsche, ich brauche Stärke und Durchsetzungskraft. Wir müssen klug sein.“ Später fügte er hinzu: „Ich habe bei unserer Führung angerufen, und meine Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime wiederholt.“ Selbst Parteifreunden und vielen seiner Anhänger stieß das bitter auf. Meghan McCain, die Tochter des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John McCain und eine Fürsprecherin von LGBTI innerhalb der republikanischen Partei, antwortete: „Sie beglückwünschen sich selbst, weil heute Morgen 50 Menschen bei einer schrecklichen Tragödie gestorben sind?“

Hillary Clinton hingegen tat das, was sie schon ihren gesamten Wahlkampf über tut (MÄNNER-Archiv): Sie stellte sich klar an die Seite der LGBTI-Community. In einem langen Facebook-Post, der sowohl in Englisch wie in Spanisch veröffentlicht wurde, schrieb sie unter anderem: „Die Tat war auch eine des Hasses. Der Schütze hat LGBT während des Pride-Monats angegriffen. An die LGBT-Community: Sie sollen wissen, dass sie Millionen Verbündete in unserem Land haben. Ich bin einer davon. Wir alle werden gemeinsam weiter für ihr Recht kämpfen, frei, offen und ohne Angst zu leben. Hass hat keinen Platz in Amerika.“

Bild: Imago/ZUMA Press


25 Kommentare

  1. Peter Müller

    Bitte was??? Sie ist einfach unmöglich! Kinderehen werden in Deutschland mittlerweile akzeptiert, aber Homoehen immer noch nicht! Das zeigt doch ganz eindeutig, wie und wo diese Kanzlerin steht! Es ist beschämend! Und ganz ehrlich, da finde ich Clintons Reaktion, auch wenne s zum Wahlkampf gehört, wesentlich besser und einfühlsamer!

  2. Jean Andre

    Was habt ihr denn von dieser alten und homophoben Merkel erwartet ? Diese Noch-Kanzlerin ist doch das Allerletzte, das Deutschland noch zu bieten hat…….Merkel = Diktatur UND diese Alte muss weg !!!

  3. Joerg Schnellbaecher

    Von Hillary und Trump kam das Erwartete. Einmal prima und einmal zum Kotzen.

    Doch liebe Frau Merkel, was werden Sie sagen, wenn bei uns Schwule und Lesben hingerichtet werden? Mal unabhängig ob durch IS, AfD, NPD, Pegida inkl. Ableger Alfa, besorgte Eltern und all derer hirngewaschenen Jugendorganisationen.

  4. Achim Schipporeit

    Frau Dr. Merkel, Ihre Worte sind pure Heuchelei! Unter Ihrer Regierung und damit unter Ihrer Verantwortung werden LGBTI-Menschen in Deutschland weiter rechtlich diskriminidert und werden gleichgeschlechtliche Paare als Menschen zweiter Klasse behandelt. Und nur, weil Sie ein „Bauchgefühl“ haben. Eine Gesellschaft lebt erst dann wirklich „offen“, wenn alle Menschen in ihr rechtlich gleich behandelt werden! Öffnen Sie endlich die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. DAS wäre ein deutliches Zeichen, dass Sie wirklich eine „offene Gesellschaft“ wollen! #EhefürAlle – JETZT! #EsistZeit

  5. Nathan Drake

    Ich finde es peinlich und beschämend das diese Frau nicht einmal in der Lage ist, die passenden Worte ohne Ablesen zu finden. Hat alles in allem einen sehr unehrlichen Anstrich!!! Peonlich eben!!!

  6. Niedergemeiert

    >Es gibt eine ganze Reihe rechtspopulistische Gesprächsstrategien, deren Ziel es ist, einen vernünftigen, sachlichen Austausch zu Themen wie Geflüchtete, Rechtsextremismus oder Minderheitenschutz unmöglich machen. Gehen Sie diesen Strategien nicht auf den Leim und stecken Sie Ihre Zeit in sinnvolle Diskussionen – eine Übersicht.

    Strategie 1: Themenhopping
    Strategie 2: Propaganda-Spam
    Strategie 3: Politisierung unpolitischer Diskurse
    Strategie 4: Pseudowissenschaft / Falsche „Fakten“
    Strategie 5: Whataboutism
    Strategie 6: Der Shitstorm
    Strategie 7 : Personalisierte Lügen
    Strategie 8: „Bürgerlicher“ Rassismus
    Strategie 9: Nazis rufen „Nazis raus“ / Täter-Opfer-Umkehr< #GegenRechts #NeinZuNazis #RassistenRaus #RefugeesWelcome http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechtspopulistische-gespr%C3%A4chsstrategien-eine-%C3%BCbersicht-10930?utm_content=bufferf22e3&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

  7. Niedergemeiert

    >Es gibt eine ganze Reihe rechtspopulistische Gesprächsstrategien, deren Ziel es ist, einen vernünftigen, sachlichen Austausch zu Themen wie Geflüchtete, Rechtsextremismus oder Minderheitenschutz unmöglich machen. Gehen Sie diesen Strategien nicht auf den Leim und stecken Sie Ihre Zeit in sinnvolle Diskussionen – eine Übersicht.

    Strategie 1: Themenhopping
    Strategie 2: Propaganda-Spam
    Strategie 3: Politisierung unpolitischer Diskurse
    Strategie 4: Pseudowissenschaft / Falsche „Fakten“
    Strategie 5: Whataboutism
    Strategie 6: Der Shitstorm
    Strategie 7 : Personalisierte Lügen
    Strategie 8: „Bürgerlicher“ Rassismus
    Strategie 9: Nazis rufen „Nazis raus“ / Täter-Opfer-Umkehr< http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechtspopulistische-gespr%C3%A4chsstrategien-eine-%C3%BCbersicht-10930?utm_content=bufferf22e3&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

  8. Jean Andre

    Alex Nebe gibt ja noch reichlich Typen, die denken positiv von dieser Schwulenhasserin Merkel……..die mag nur Schwule und Lesben, wenn man sie wählt…….einfach zum Kotzen diese Merkel

  9. Rüdiger Pohl-Wacholz

    Ich stehe zur AfD und wir sind lange genug den etablierten Parteien auf dem Leim gegangen. Vor der Wahl wir alles versprochen und dann?Immer mehr Asylwerber und dann die Worte Wir schaffen das.Was ist mit den Brennpunkten der Städte?Da würde es nicht geschafft.Politiker müssen dort auch nicht wohnen.Selbst in der Polizei rumort es.Die müssen ihren Arsch dafür hinhalten.Ich hoffe,die Wähler Strafen diese Parteien mit ihrer Stimme ab.

  10. René Sänger

    Ihre Politik hierzulande ist sowas von 1900 was dieses Thema angeht!

    Dabei wollen wir auch nur in Ruhe leben!

    Wer nicht damit klarkommen tut, sollte sich psychologische Hilfe suchen!

    Zweiter-Klasse und Hauptsache bezahlen

    Es ist absolut traurig, ok es hätte jeden Treffen können aber hat es nicht !

    Halboffen leben, da die hiesige Politik doch allzuoft mit in die privaten Gemächer kommt ???

  11. Kevin Montany-Jung

    >die tat ist wie jeder mord / morde/ anschläge inkl. opfer i.c. mit nichts zu rechtfertigen und grundsätzlich verwerflich … warum bezüglich homosexuelle frau M. sich so schwer tut begreifen viele nicht, ich gehöre dazu … man muss politisch ja den namen homosexualität oder schwule nicht unbedingt aussprechen, minderheiten sexuelle selbstbestimmung als persönlichkeitsrecht i.c. reicht ja auch und alle wissen was gemeint ist … oder=??? === es ist doch nachweislich so, dass frau M. zu sich selbst sehr flexibel / tolerant sein kann … so hat frau M. erst auf druck der cdu , quasi der „leute wegen“ , eben mal rasch geheiratet und kinder scheinen auch nicht im anmarsch zu sein … ergo === somit vermittelt sich doch eher der eindruck, dass die eheurkunde für frau M. nicht unbedingt soooo wichtig ist === weil === da frau M. auch ohne urkunde mit ihrem jetzt ehemann aktiv vertrauensvoll ehrlich bodenständig und treu gelebt hätte … also eine lebendform/ lebensplanung, die viele schwule paare so ähnlich auch (er)leben ==== nur mit dem unterschied, dass, um auch rechtlich genauso akzeptiert zu werden, ein schwules paar dies nicht genauso könnte, selbst wenn diese oder die partei es wollten …. aus dieser konstellation liegt m.e. nahe, dass frau M. die ganze aufregung „warum wollen schwule so unbedingt heiraten, wenn es doch anders auch geht“ nicht wirklich innerlich verstehen kann === auch vermittelt sich oft der eindruck, dass (in diesem fall) für frau M. die inhalte von akzeptanz und toleranz vollkommen gleich sind … den fehler merkt oder will frau M. nicht merken, was ich , weil unnötig und irgendwie auch doof, sehr sehr bedauerlich finde === man darf nicht dabei vergessen, wie selbstverständlich es für frau M. bei der trauerfeier herrn Guido Westerwelle doch war, seinen ehemann auch wörtlich als ehemann anzureden / zu beschreiben =!!! = was zutiefst eine akzeptanz ausdrückt === nun könnten es auch alle so machen === selbst oder wenngleich der begriff „lebenspartner“ es modifiziert auch könnte, wenn der rechtliche inhalt einer lebenspartnerschaft der ehe gleichgestellt wäre = ja, so in etwa denke ich momentan darüber=?<

  12. Klaus Stitz

    und was war an der aussage von frau merkel jetzt so schlimm das sich hier einige überschlagen müssen in ihrem hass???????….versteht mich nicht falsch…auch ich bin schwul aber ich habe da jetzt nicht herausgehört was mich irgendwie als schwulen verletzen würde……vielleich kann mir mal jemand auf die sprünge helfen

  13. Torsten Fauser

    Es ist schon schlimm genug, als offen Homosexueller in eigenen Land nicht wertgeschätzt zu werden .Nun Schäme ich mich auch noch für dieses Land, was keinen Respekt zeigt !

  14. Al Ex

    Wird Zeit das diese Frau endlich von der Bildfläche verschwindet und dieser menschenverachtende Klotz der ins weiße Haus will auch!!!!


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