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Meryl Streep: Auftritt in Trump-Drag

Die Schauspielerin glänzte im Rahmen einer Benefizveranstaltung in der Rolle des konservativen Präsidentschaftskandidaten.

Dass Meryl Streep nicht nur eine herausragende Schauspielerin ist, sondern ihr Herz auch politisch am richtigen Fleck trägt, hat sie in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt. Man erinnere sich an die Golden-Globe-Verleihung im Jahr 2012, als sie sich in ihrer Dankesrede für die Auszeichnung für ihre Rolle in „The Iron Lady” für ein Frauen-Geschichtsmuseum einsetzte. Oder als sie im selben Jahr in einem Interview verkündete, dass es sie schmeichele, als schwule Ikone gehandelt zu werden.

Nun macht die 66-Jährige wieder mit einer politischen Message von sich reden – diesmal allerdings ausgestattet mit toupiertem Haar, roter Krawatte, ausgestopfter Wampe und einer dicken Schicht Bräunungscreme. Frei nach dem Motto „Wer seinen Feind schlagen will, muss in seine Haut schlüpfen” hat sich die dreifache Oscar-Gewinnerin im Rahmen einer Benefiz-Gala des New Yorker „Public Theater” in ein Trump-Kostüm geworfen und eine wunderbare Drag-Performance zum Besten gegeben.

Ein klarer Seitenhieb

Den Autritt legte Streep zusammen mit Schauspielerin Zusammen mit Schauspielerin Christine Baranski aus der Serie „The Good Wife” hin. Diese performte in der Rolle als Hillary Clinton, welche sich wiederum ja gerade erst offiziell zur demokratischen Präsidentschaftskandidaten erklärt hat. Clinton wird von Streep offiziell unterstützt. Zusammen gaben Streep und Baranski den Song „Brush Up Your Shakespeare” aus dem Musical „Kiss Me, Kate” von Cole Porter zum Besten. Das Stück handelt ironischerweise davon, dass man nur durch Manieren und gebildetes Auftreten die Herzen von Frauen gewinnen kann – ein klarer Seitenhieb auf den als grobschlächtige bekannten US-Präsidentschaftskandidaten.

Ich habe das Interesse sehr genossen, aber der Auftritt in dieser Rolle war einmalig.

In einem Interview mit der New York Times hat Oskar Eustis, der Intendant des Theaters, inzwischen erklärt, dass der Auftritt die Idee der Schauspielerin war: „Keiner von uns hat sie im Kostüm oder mit Makeup gesehen, bevor sie auf die Bühne trat”. Die Drag-Performance kam so gut an, dass Stimmen laut wurden, die eine Wiederholung fordern. Doch Streep hat kurz nach dem Auftritt verkünden lassen, sie habe zwar „das Interesse sehr genossen”, aber „der Auftritt in dieser Rolle war einmalig”.

Verständlich, wenn man bedenkt, dass selbst Showeinlagen wie diese Trump letztlich ein Podium bieten. Selten hat man allerdings eine Parodie des konservativen Präsidentschaftskandidaten mit so viel Feingefühl und Mut zur Selbstironie gesehen.

 

 

 

 

 

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Titelfoto via JustJared / Twitter


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