Schön stolz

Nike und Adidas wollen die Community im Pride Monat einkleiden

Es ist ja immer schön, wenn man sich zum CSD nicht so aufwendig anziehen muss, dass man riskiert, durch ein bisschen zu viel Sonne oder einen starken Schauer gleich seine gesamte Grazie einzubüßen. Es ist auch schön, wenn man Kleidung, die man sich extra für die hohen LGBTI-Feiertage im Jahr angeschafft hat, auch in den anderen elf Monaten noch tragen kann. Und am allerschönsten ist, dass es inzwischen Firmen gibt, die begriffen haben, dass all das ein Markt ist und mit ihren Pride-Produkten außerdem ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie setzen wollen (MÄNNER-Archiv).

Warum nicht die Geschichte unserer Verfolgung mit der Geschichte unseres Kampfes verbinden und all das mit Schuhen, T-Shirts und Sportswear breit treten.

Zu diesen netten Firmen gehören 2016 auch die Sportartikelhersteller Nike und Adidas. Nike  bringt heuer seine erste BETRUE-Collection heraus, die elegant nicht nur mit Regenbogenfarben, sondern, etwas gewagter, auch mit dem rosa Dreieck spielt. Aber, warum nicht die Geschichte unserer Verfolgung mit der Geschichte unseres Kampfes verbinden und all das mit Schuhen, T-Shirts und Sportswear breit treten. Just do it!

Adidas unterstützt mit einem Teil der international erhältlichen Kollektion in allen Ländern nationale LGBTI-Projekte.

Die deutsche Firma Adidas ist schon etwas länger im Geschäft, wenn es um den nach außen getragenen Stolz geht. Aber dafür ist die Pride-Collection aus dem Hause Dassler dieses Jahr besonders gelungen und startet preislich schon unter 20 Euro. Außerdem gibt’s nicht nur Schuhe, sondern auch Rucksäcke, T-Shirts und ein regenbogengestreiftes Jäckchen, falls das Wetter schlecht ist. Adidas unterstützt mit einem Teil der international erhältlichen Kollektion in allen Ländern, in denen sie verkauft wird, nationale LGBTI-Projekte. Gut aussehen und gleichzeitig Gutes tun. Was will man mehr? Adidas war erst im Februar positiv aufgefallen, als der Chef wirklich allen Sportlern mit denen man Endorsement-Deals hat, per Brief mitteilte, ein Coming-out würde die Verlängerung ihres Vertrages nicht beeinflussen und die Firma würde sie, wo nötig und möglich, unterstützen, wenn sie das wollten.

Bilder: Adidas.com/Nike.com


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