„Hätte mich früher outen sollen”

"Will & Grace"-Star bedauert sein spätes Coming-out

Vor zehn Jahren endete eine der beliebtesten US-Fernsehserien, die von NBC produzierte „Will & Grace“. Acht Jahre lang spielte Sean Hayes darin einen der offensten schwulen Charaktere der TV-Geschichte, Jack McFarland. Dass er selbst schwul ist, darüber sprach er erst vier Jahre nach dem Ende der Serie. In einem Interview mit dem US-Magazin Playbill nannte er jetzt seine Motive. Die waren vielschichtig. (Zahlreiche deutsche Schauspieler wie Georg Uecker und Matthias Freihof unterstützen den MÄNNER-Appell „Wir spielen alles – außer Verstecken” – MÄNNER-Archiv.)

 

Zweifelhafte Fanpost

Es gab beispielsweise Briefe wie den einer Frau, die ihm schrieb: ‘Ich finde die Show furchtbar. Ich finde, Schwule sollten zur Hölle gehen. Ich finde furchtbar, was Sie tun, und nebenbei: Es ist die lustigste Sendung im Fernsehen und ich vermisse nie eine einzige Folge.’ Darüberhinaus erhielt er Morddrohungen und wurde unter Druck gesetzt, sich öffentlich zu outen.

Ich bedaure, dass ich mich nicht früher geoutet und mehr Menschen geholfen habe

Sean, der am vergangenen Sonntag seinen 46. Geburtstag feierte, sagt heute: „Ich bedaure, dass ich mich nicht früher geoutet und mehr Menschen geholfen habe. Ich bedaure, dass ich mich nicht schon zu Zeiten der Show geoutet habe.“ Er habe sich nicht in der Lage gefühlt, damit öffentlich umzugehen, er habe sich nicht clever genug dafür gefühlt, sagt er heute. Und: „Ich dachte, ich hätte nicht das Zeug dafür, der Sprecher für irgendeine Gruppe von Menschen zu sein.“

Jeder in der schwulen Gemeinde habe gewusst, dass Sean schwul ist. Aber er musste regelrecht mit Journalisten kämpfen, weil sie die Bedingungen für sein Coming-out stellen wollten. Auch andere Schwule sagten ihm, wie er sein Coming-out zu händeln habe. Und wenn man nicht nach ihren Regeln spiele, habe man Unrecht und sei das Arschloch.

Seine Sexualität macht seine Darstellung eines Heteromannes unglaubwürdig

Sean Hayes

Göttlich: Sean Hayes (Foto: Promo)

2010 spielte er dann am Broadway in der Wiederaufnahme von „Promises, Promises“. In einem Newsweek-Artikel stand, seine Sexualität mache seine Darstellung eines Heteromannes unglaubwürdig. (Dabei hatte Sean vor „Will & Grace” in über 30 Werbespots den Hetero-Ehemann gespielt, erzählt er im Playbill-Interview). Der Autor der Rezension war übrigens selber schwul.

Hayes hat im November 2014 seinen langjährigen Partner Scott Icenogle geheiratet und ist derzeit am Broadway in „An Act of God“ zu sehen. Als Gott.

Titelbild: Will & Grace


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