US-Muslime verurteilen Orlando-Attentat

Die größte muslimische Bürgerrechtsorganisation der USA veröffentlicht klares Statement

Der Rat für Amerikanisch Islamische Beziehungen, der „Council on American Islamic Relations“ (CAIR), ist die größte muslimische Bürgerrechtsorganisation in den USA. CAIR hat gestern ein wichtiges Zeichen gesetzt und das Attentat auf das Pulse in Orlando (MÄNNER-Archiv) scharf verurteilt. Der Vorsitzende des Rates, Nihah Awad, veröffentlichte ein Statement, in dem er unter anderem schrieb: „Wir sind schockiert und abgestoßen von dieser widerlichen Tat. Unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Familien und Freunden. Wir schließen sie in unsere Gebete ein. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für feige Verbrechen wie dieses.“

Mateen war Sicherheitsbeamter und vorher schon mehrere Male in dem Club gewesen. Zeugen haben die Vermutung geäußert, dass er schwul war.

Omar Mateen, ein in den USA geborener und aufgewachsener Mann, dessen Vater aus Afghanistan stammt, hatte in der Nacht von Samstag zu Sonntag im Pulse, einem LGBTI-Club in Orlando, ein Blutbad angerichtet. Er stürmte den Ort mit zwei Sturmgewehren, tötete 50 Menschen und verletzte 53 weitere, viele von ihnen schwer. Mateen nahm 15 Geiseln und verschanzte sich über drei Stunden in dem Gebäude, bevor ein Sonderkommando der Polizei eine Wand sprengte, die Geiseln befreite und Mateen tötete. Es ist das schlimmste Massaker eines Einzeltäters in der amerikanischen Geschichte. Mateen war Sicherheitsbeamter und vorher schon mehrere Male in dem Club gewesen. Zeugen haben die Vermutung geäußert, dass er schwul war. (MÄNNER-Archiv)
Das FBI hatte Mateen insgesamt dreimal zu seinen Verbindungen zu islamischen Terroristen befragt, ihn aber als ungefährlich eingestuft
Das Terrornetzwerk ISIS bekannte sich am Montag zu der Tat, obwohl Sicherheitsexperten des FBI keinerlei direkte Verbindung von Mateen zu ISIS oder anderen Terrororganisationen belegen können. In den Stunden der Geiselnahme hatte Mateen mehrfach per Telefon Kontakt zur Polizei aufgenommen und gesagt, er würde die Tat verüben, weil er an die Ideen von ISIS glaube. Das FBI hatte Mateen in den Jahren 2012 und 2014 insgesamt dreimal zu seinen Verbindungen zu islamischen Terroristen befragt, ihn aber danach als ungefährlich eingestuft.

Foto: Imago/ZUMA Press


3 Kommentare

  1. Rolf Michael Kiesen

    Es ist anzuerkennen, dass sich moslemische Organisationen von dem Täter in Orlando distanzieren. Aber es gibt nun mal Ausprägungen des Islam, für die Homosexualität ein todwürdiges Verbrechen ist, z.B. Iran, IS. Und das muss ideologisch bekämpft werden. Michael Kiesen, Autor u.a. Roman „Halbmond über Berlin“

  2. Wolfgang Walczak

    Du musst gar nicht bis in den mittelalterlichen Islam a la Iran und IS gehen. Muslime (auch die dortige Presse) haben auch in der Türkei gejubelt, dass die Perversen getötet wurden. Ich vermisse solche Berichte in unseren Leitmedien. Und auch hier beim Männer Magazin.


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