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„Und dann zeig ich’s ihnen”

Traumberuf: Webcam-Model

Silas Rise hat 1.126 Twitter-Follower. Das ist verglichen mit den meisten Jungs in seinem Alter eine Menge, aber wiederum nicht so viel, wenn man sich überlegt, dass er sich an bestimmten Abenden auch mal vor 2.000 Leuten auszieht. Vor der Webcam nackt sein und sich in privaten Shows selbst befriedigen ist sein Beruf. Silas ist eines der erfolgreichsten Models auf dem Internetportal CAM4, der laut Selbstbeschreibung „größten Gay Webcam Community im Internet“. Bei den Größten ist Silas einer von den großen: Kaum ein Darsteller hat mehr Fans, die regelmäßig seine Shows am Computer verfolgen. Fast niemand seiner Kollegen kann von der Sexarbeit leben. Silas schon. Denn Silas ist gut.

Du chattest mit Leuten, guckst, was die wollen. Zeigst vielleicht schon mal ein bisschen was, um zu gucken: Wie reagiert wer

Angefangen hat alles vor einem Jahr. Sein Mitbewohner kam nach Hause, überraschte Silas bei einem privaten, erotischen Chat vor der Webcam und schlug vor: „Warum verdienst Du damit nicht Geld?“ Gesagt, getan. „Erstmal guckt man sich die Seite ein bisschen an, um zu verstehen, wie es funktioniert. Schaut, was andere Darsteller so machen, überlegt sich, was man besser oder schlicht anders machen kann. Und los geht’s“, erzählt Silas.

Dienstbeginn: jeden Abend um 20 Uhr

„Du bist online, redest mit Leuten, guckst, was die wollen. Zeigst vielleicht schon mal ein bisschen was, um zu gucken, wie reagiert wer. Und dann fängst du irgendwann an, selbst Show zu machen.“ Bei Rise dauerte die Vorbereitung einen ganzen Monat. „Ich war gründlich.“ Dafür war er innerhalb weniger Wochen so etwas wie ein Star auf dem Portal. Und ist es noch. „Jeden Abend um 20 Uhr bin ich online. Dann kommen die Leute nach und nach in meinen Raum, sagen mir, was sie sehen wollen. Und dann zeig‘ ich ihnen das.“ Das ist alles? Klingt nicht, als gäbe es da ein großes Erfolgsgeheimnis.

Stripper
„Meiner Meinung nach stehen sich viele Performer selbst im Weg. Mein Vorteil ist, glaube ich, dass ich jung bin und auch so aussehe, an mir arbeite, ohne mich dabei zum Muskelmonster aufzublasen, und auf Kundenwünsche eingehe. Außerdem mache ich auch Themenshows und vertreibe meine eigenen kleinen Videos, die ich speziell für die Kunden drehe. Sexwork ist, wenn man es so macht, wie ich das tue, eben ein richtiger Beruf, den du ernst nehmen und um den du dir ein bisschen Gedanken machen musst. Dafür kannst man ihn mit Ehrgeiz betreiben und sich dann genauso über den Erfolg freuen wie in anderen Branchen.“ (Auch ein schöner Traumberuf: Nanny! MÄNNER-Archiv)

Meistens macht es Spaß

Macht es denn Spaß, sich von so vielen fremden Augen anstarren und von Männern, die man nicht kennt, herumkommandieren zu lassen? „Du machst dir eine falsche Vorstellung von dem, was in so einem Raum abläuft. Die meisten meiner Fans und der anderen Besucher sind nett, wollen ein bisschen Zeit mit mir verbringen, sich dabei auch erotisch unterhalten fühlen, schwatzen und sonst nichts. Richtig zur Sache geht es ja erst in Gruppen-Shows oder privaten Shows. Und wer mir dumm kommt oder sich daneben benimmt, den sperre ich einfach. Das ist nicht immer schön, aber auch nicht schlimm. Meistens macht es Spaß.“

Ob man davon reich werden kann, verrät Silas in MÄNNER 7.2016. Mehr Fotos von ihm gibt’s da übrigens auch!

Hier geht’s direkt zu CAM4!

Fotos: Dreamweaver Fotoart


4 Kommentare

  1. Jörg Brune

    Dieser ‘Job’ sollte evtl doch lieber Personen vorbehalten sein
    die auch ein entsprechendes Äußeres mitbringen

    Aber vermutlich ist das in unserer heutigen Zeit den meisten egal …..
    Leider


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