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Behinderung und Homosexualität

Filmabend im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster

Die Filmreihe unter dem Namen „Out of the Past. Queere Filmgeschichte_n“ vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dem Verein „Die Linse e.V.“ wird kommende Woche mit zwei Filmen und einem Vortrag über Behinderung und Homosexualität fortgesetzt. Der Filmabend findet im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster statt. Dort läuft noch bis Anfang September die Sonderausstellung „Homosexualität_en“, mit der das LWL-Kunstmuseum gleichgeschlechtliche Liebe und geschlechtliche Lebensentwürfe jenseits der binären Konstruktion von männlich und weiblich thematisiert (MÄNNER-Archiv). Das begleitende Filmprogramm lädt mit ausgewählten Werken auf einen internationalen Streifzug durch die Geschichte des Queer Cinema ein. Unter „queer“ werden dabei alternative Liebesentwürfe und Geschlechteridentitäten verstanden.

Filmabend mit „Hole“ und „Morgan“

Michael Akers‘ Drama „Morgan“ (2012) erzählt die Geschichte des gleichnamigen Protagonisten, einem begeisterten Rennradfahrer, der durch einen Unfall gelähmt und an den Rollstuhl gebunden ist. Trotz diverser Bemühungen, positiv zu denken, fühlt er sich leer und nutzlos und sehnt sich nach dem Tod. Erst als Dean in sein Leben tritt und sich aus ihrer Freundschaft Liebe entwickelt, kehren sein Lebensmut und seine sportlichen Ambitionen zurück. Dabei fordert er sich immer mehr, was zu Differenzen in seinem Privatleben führt.

Als Vorfilm wird Martin Edralins Werk „Hole“ (2014) gezeigt, das sich thematisch ebenfalls mit Homosexualität und Behinderung beschäftigt. Protagonist Billy hat eine körperliche Behinderung und fühlt sich durch sein einsames Leben von der Gesellschaft isoliert. Sein einziger sozialer Kontakt ist sein Pfleger, der ihn im Alltag unterstützt. Auf der Suche nach Zuneigung und körperlicher Nähe streift Billy schließlich durch die Stadt.

Behinderung und psychische Krankheit im zeitgenössischen Spielfilm

Dr. Petra Anders leitet den Abend mit einem Vortrag unter dem Motto „What can I, you know, do in that department?“ ein. Anders promovierte an der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema Behinderung und psychische Krankheit im zeitgenössischen deutschen Spielfilm und hält heute Vorträge über unterschiedliche Aspekte von Behinderung im Film. Am Beispiel von „Morgan“ referiert sie im LWL-Museum über die Darbietung von Behinderung und Homosexualität und geht auf die Darstellung des (Liebes-)Lebens des queeren Protagonisten Morgan ein.

Beide Filme werden in englischer Sprache gezeigt. Die Veranstaltung findet am 4. August statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro. Eine Programmübersicht ist unter http://www.outofthepast.de abrufbar.

Titebild: „Morgan“


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