Berlin 22 09 2014 Zoologischer Garten Berlin Bild Motiv Koenigspinguine

Einmal schwul, immer schwul

Die Berliner Königspinguine halten auch in Hamburg fest zusammen

Seit über drei Monaten lebt das schwule Königspinguinenpaar jetzt in Hagenbeck. Stan und Olli waren vorher in Berlin ansässig (MÄNNER-Archiv) und Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP. Damit versuchen Zoos untereinander, Tierarten dauerhaft zu erhalten. Aber die beiden Jungs wollten nicht so recht ran an die Damen. „Die sind schwul, soweit wir wissen“, erklärte damals Berlins Zoo-Sprecherin Christiane Reiss. „Schwer zu sagen“, meinte dagegen Adriane Prahl, Tierärztin in Hagenbeck, nach der ersten Begegnung. (Im Tierpark Nordhorn versuchten zwei schwule Geier im Frühjahr, ein Ei auszubrüten – MÄNNER-Archiv.)

Die sind schwul. Kein Zweifel

Und jetzt? Stan und Olli heißen mittlerweile Kalle und Grobi.  Ansonsten hat sich nichts geändert: Die beiden sind nach wie vor untrennbar: Sie zeigen einander nach wie mit eindeutigem Balzverhalten ihre Liebe. Die beiden – das berichtet Tierpfleger Sebastian Behrens – stehen allmorgendlich um 6 Uhr auf, gehen gegen 19 Uhr zusammen schlafen und verbringen den Rest der Zeit eigentlich auch gemeinsam oder damit, potenzielle Nebenbuhler „wegzubeißen“. Fazit: „Die sind schwul. Kein Zweifel“, so Behrens gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Kalle und Grobi als Ruhepol

Das mit der Fortpflanzung wird nun also nichts. Ist aber nicht so schlimm, denn aus anderen Gründen ist das schwule Paar ein Glücksfall für die Männer-WG der Pinguine. Dort leben neun Königspinguine und 25 Eselspinguine. Wenn sich innerhalb der Community ein Paar gefunden hat, machen die schonmal keinen Ärger, wenn ein Weibchen die Szene betritt, wie der Tierpfleger Behrens erklärt. Da werden die Herren nämlich schnell mal sehr ruppig. Von daher sieht man Kalle und Grobi als willkommenen Ruhepol für die angestrebte Zucht der Königspinguine. Und da können Kalle und Grobi ja immer noch Patenonkel werden.

Titelbild: Imago


11 Kommentare

  1. Thomas Baade

    Welch Überraschung, oder? Dabei werden wir Menschen doch schwul gemacht, z.B. durch die so genannte Frühsexualisierung, oder? Nicht nur bei Tieren, auch beim Menschen liegt es in der Natur!

  2. Wolfgang Brosche

    Frau Kuby würde jetzt sagen: „Was heißt da Umzüge – es sind die CSD-Umzüge, die schwul machen!“ – Und Hedwig Beverfoerde würde Marcel anschleppen, damit der sich mal um die Pinguine kümmert – die werden in Nullommanix hetero. – Und überhaupt; David Berger würde sich verwehren, mit Pinguinen verglichen zu werden; höchstens mit deutschen Schäferhunden. Der einzig zu duldende Homosexuelle ist der vaterlandstreue und aquinatische Arbeitsmann, muskelstrotzend und antimuselmanisch-manisch… Mirko Welsch würde den komischen Vögeln erst mal eine Dauerwelle verpassen – denn nur mit Korkenzieherlöckchen kann man ein anständiger AfD-Pinguin sein.


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