Football Teams spielen Pride-Game

Zwei von Australiens größten Teams wollen so ihre Solidarität mit LGBTI zeigen

Die Sydney Swans und der St. Kilda SC, zwei Teams aus der ersten Liga der Australien Football League werden einander im ersten jährlichen „Pride Game“ gegenübertreten, um so ihre Solidarität mit der LGBTI-Community zu zeigen. Das wurde gestern auf einer Pressekonferenz in Melbourne bekannt gegeben. Das Spiel findet am 13. August statt und ist ein ganz normales Match, bei dem es auch um Punkte für die erste Liga geht, wird sich allerdings durch ein paar Besonderheiten auszeichnen. Der Spieler aus Sydney werden Kniestrümpfe in Regenbogenfarben tragen, das Team aus Melbourne wird Oberbekleidung mit ihren Nummern tragen, die in Regenbogenfarben erstrahlen werden. Der Ball und die Zielfahnen werden ebenfalls mit Regenbogenfarben ausgestattet.

Die Sydney Swans sind sehr stolz darauf, am ersten AFL Pride Game gegen St Kilda teilzunehmen

„Die Sydney Swans sind sehr stolz darauf, am ersten AFL Pride Game gegen St Kilda teilzunehmen“, sagte Sydney Swans CEO and Managing Director Andrew Ireland in einem Statement. „Unser Heimatstadion liegt im Herzen des Mardi Gras, der größten Feier von Diversity in Sydney. Eine der Hauptbotschaften des Mardi Gras ist es, sich gegen Homophobie im Sport einzusetzen.  Einer Sache, der wir uns mit ganzem Herzen verschrieben haben. Wir hoffen, durch das Spiel dazu beitragen zu können.“ St. Kilda CEO Matt Finish ergänzte: „Heute ist ein stolzer und wichtiger Tag für unseren Club und die gesamte AFL. Leider müssen wir immer wieder erfahren, dass sich viele Mitglieder der LGBTI-Community bei Sportveranstaltungen nicht immer sicher fühlen und nicht das Gefühl haben, einfach sie selbst sein zu können. Wir möchten, dass sich die Community bei Spielen der AFL sicher und willkommen fühlt.“

Jason Ball, der sich als erster Spieler der AFL 2012 geoutet hatte, begrüßte die Bekanntgabe des Spiels: „Ich habe gesehen, welche Wirkung Pride Games auf lokaler und Bezirksebene haben können. Es hat die Atmosphäre in meinem Club völlig verändert und für sicherere  und offenere Verhältnisse für alle Spieler und Fans gesorgt. ich bin sehr stolz darauf, dass wir das nun auch auf nationaler Ebene tun und freue mich schon auf die positiven Ergebnisse für die gesammte AFL-Familie.“ Allerdings gab es, als beide Teams die News auf ihren Facebook-Seiten bekanntgaben, nicht nur viele positive Reaktionen, sondern auch einige homophobe Ausfälle. Fan Matthew Griffin schrieb bei den Sydney Swans: „Ein weiteres Beispiel dafür, wie man mit Sport unsere Gesellschaft und Kultur schädigen kann. Warum nicht ein Spiel, das Pädophilie feiert? Ich bin jetzt seit 20 Jahren euer Fan, aber das war es jetzt. Ich hasse niemanden, aber finde das nun mal eklig und bin gegen den Versuch, sowas auch noch das Recht zu geben, zu heiraten.“ Die Diskussion um die Eheöffnung in Australien ist in vollem Gange. (MÄNNER-Archiv) Viele, viele andere Fans bedankten sich beim Team für seinen Einsatz und freuen sich auf das Spiel.

Bilder: Facebook/St. Kilda

Hier die Vorstellung des Pride Games als Video:


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