GHB: Schaffen statt zerstören

Galeries Lafayette zeigt Solo-Ausstellung von Mathias Vef

Es sind sehr eindrucksvolle Bilder: Der Berliner Künstler Mathias Vef arbeitet mit digitalen Collagen und bearbeitet per Hand Drucke mit GHB/GBL: Dabei nutzt er die zerstörerische Kraft einer Substanz, die nicht nur als Droge (eine Doku begleitet schwule Männer, deren Leben durch Drogen und Sex in die Krise geraten ist: MÄNNER-Archiv) und Dopingmittel zum Bodybuilding verwendet wird, sondern in ihrer ursprünglichen Verwendung ein chemischer Farblöser ist. Vef beschäftigt sich mit der Schnittmenge von Körper, Ausdruck und Identität. Tänzer, Tätowierte oder Bodybuilder werden zu einem Amalgan aus Körperteilen und Gesichtern. Portraits von Menschen wie dem Schauspieler Tom Wlaschiha („Game of Thrones”) oder dem Berliner Sänger Rummelsnuff reihen sich ein zwischen großformatigen Collagen und Bildern, die mit der Chemikalie GHB zersetzt wurden.

GHB

Mathias Vef (Foto: privat)

Digitale Collagen aus zersetzten und wieder zusammengeführten Körpern

Für MÄNNER 3.2016 hat er unser Titelthema „Dopen Fasten Spritzen” illustriert. Seine Arbeiten aus der Serie „Human Becomings” werden ab Freitag im Diskurs-Program der Ausstellung contesting/contexting Sport der Galerie nGbK zur Ausstellung Impact gezeigt. Zwei weitere Serien basieren auf diesen Portraits und greifen die Idee von Körpern als ‚Material‘ wieder auf. „OnMe” sind digitale Collagen aus zersetzten und wieder zusammengeführten Körpern. On G sind Bilder, die mit GHB zersetzt wurden. Werke aus beiden Serien sind in der Einzelausstellung „Come Undone” in den Galeries Layfayette zu sehen. „Andrographie” ist eine neue Videoarbeit, die mit GHB zersetzte Ausschnitte aus Workout-Videos mit Pornos in Kontext setzt. Diese Arbeit wird unter anderem im Kit Kat Club zu Gegen Olympia gezeigt, ebenfalls Teil des Diskurs-Porgramms von contesting/contexting Sport.

Die Ausstellung „Come Undone” von Mathias Vef wird im Rahmen der Pride-Woche und als Höhepunkt der Peep-Shopping-Night vom 22. Juli eröffnet und ist bis zum 16. August zu sehen (Galeries Lafayette: Friedrichstraße 76-78, Berlin).

Bilder: Mathias Vef


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