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Gysi: Hass gegen LGTBI könnte zunehmen

Gleichzeitig fordert der Schirmherr des Stuttgarter CSD die volle Gleichstellung im Eherecht.

Linken-Politiker Gregor Gysi ist in diesem Jahr Schirmherr des Stuttgarter CSD und war gestern Abend beim traditionell stattfindenden CSD-Empfang im Rathaus der Baden-Württembergischen Hauptstadt zu Gast. In seinem Grußwort hat Gysi mit sehr deutlichen Worten erklärt, warum seine Schirmherrschaft mehr als nur eine nette Geste ist und warum er das CSD-Motto „Operation Sichtbarkeit” ernst nimmt.

Minderheitenschutz muss immer ein wichtiges Anliegen sein.

Aus Sicht des Bundestagsabgeordneten könnte der LGBTI-Community angesichts einer erstarkenden Rechten schwierige Zeiten bevorstehen: „Wenn wir erleben, wie die AfD jetzt gegen Flüchtlinge hetzt, wird doch klar, dass der so genannte Minderheitenschutz immer ein wichtiges Anliegen sein muss – egal, ob es um gleichgeschlechtlich Liebende, Asylsuchende oder andere Minderheiten geht“, erklärte er. Gysi glaubt, dass rechte Kräfte verstärkt versuchen werden, über schwulenfeindliche Kampagnen und andere Formen der Meinungsmache eine homophobe Stimmung im Land zu verbreiten.

Rechtliche Gleichstellung allein reicht nicht

Der ehemalige Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag betonte dabei, dass zwar viel erreicht worden sei im Kampf für die Gleichstellung von LGTBI. Aber das reiche nicht. „Die eingetragene Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare beispielsweise ist ein Türöffner“, sagte er. „Ich würde gerne noch erleben, dass die Ehe erlaubt wird, und dass Adoptionen erlaubt werden.“ Gleichzeitig ist eine rechtliche Gleichstellung alleine aus Gysis Sicht nicht genug, um den Schutz von Minderheiten zu gewährleisten. „Auch gesellschaftliche Akzeptanz ist wichtig. Alle müssen in diesem Punkt gegen die AfD zusammenarbeiten. Und damit meine ich nicht nur die Politik, sondern auch Medien, Kunst, Kultur und Wirtschaft“.

Teilnahme der Türkischen Gemeinde ist ein „unglaublich wichtiges Signal“.

Gysi freut sich in diesem Zusammenhang ganz besonders darüber, dass sich beim Stuttgarter CSD in diesem Jahr auch die Türkische Gemeinde beteiligen wird (MÄNNER-Archiv). Dies hält Gysi für ein „unglaublich wichtiges Signal“. Die Schirmherrschaft zum CSD in Stuttgart wird übrigens jedes Jahr an eine andere politische Partei vergeben. In diesem Jahr war Die Linke an der Reihe.

Foto: Imago


1 Kommentar

  1. Bernhard Kreiner

    man könnte aus der schleyer halle eine FRITZ BAUER HALLE MACHEN ODER ETWAS ANDERES DAS AN DR FRITZ BAUER ERINNERT paragraph 175 OPFER—NÜRNBERGANKLÄGER ABER IN STUTTGART GEBOREN—


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