Macht Liebe: Besserer Sex für alle

Die preisgekrönte ZDF-Reihe "Make Love" zeigt schwulen Sex im deutschen TV

Die mit dem Grimme Preis ausgezeichnete Dokumentationsreihe “MAKE LOVE – Liebe machen kann man lernen” mit Sexologin, Paartherapeutin und Bestsellerautorin Ann-Marlene Henning zeigt das Leben wie es ist. Mit Fachkompetenz, Fingerspitzengefühl und erfrischender Natürlichkeit diskutiert Henning mit unterschiedlichen Paaren zwischen 20 und 100 ihr Beziehungs- und Sexleben. Mit selbstverständlicher Natürlichkeit widmet sich die MAKE LOVE den ganz alltäglichen Sexproblemen, die alle Paare treffen können, egal welcher sexuellen Orientierung.

Jeder Zweite wünscht sich mehr Abwechslung. Doch das ist für Paare oft schwer umzusetzen. Das Resultat: sexuelle Unzufriedenheit.

Zum erstem Mal im deutschen Fernsehen wird MAKE LOVE daher realen schwulen Sex im seriösen Kontext zeigen. Unser Modellpaar hat bewusst keine Modellmaße, sondern ganz “durchschnittliche” Körper, um auch hier von Druck, Normierung und Pornoidealen Abstand zu nehmen.
Denn Routine beim Sex tritt in fast jeder festen Beziehung irgendwann auf. Jeder Zweite wünscht sich mehr Abwechslung. Doch das ist für Paare oft schwer umzusetzen. Das Resultat: sexuelle Unzufriedenheit. So geht es auch dem Paar Sebastian (35) und Marcel (39). Seit 10 Jahren sind sie zusammen und seit 8 Jahren verpartnert. Gemeinsam leben sie in ihrem Haus bei Frankfurt. Vor allem Sebastian bemängelt, dass die beiden kaum noch miteinander schlafen. Während Marcel sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurückzieht, fehlt Sebastian vor allem der ganzkörperliche Sex, der nicht nur auf den schnellen Orgasmus abzielt.

Make Love

Es zeigt sich, dass bei Marcel und Sebastian, wie bei so vielen Paaren, Ängste und  Missverständnisse dazu führen, dass ein Partner sich sexuell zurückzieht. (Dazu unsere Umfrage: Was haltet Ihr von Offenen Beziehungen?) Ann-Marlene Henning arbeitet mit dem Paar auch an der Vorbereitung vor dem Analverkehr. Hierfür zeigt ein Männer-Modellpaar Techniken anhand realer Szenen, wie vielfältig der Penis stimuliert werden kann und wie durch die richtigen Entspannungstechniken Penetration schmerzfrei funktioniert. Wie man beim Sex aus der Routine kommen kann, bespricht Ann-Marlene Henning auch mit den Besuchern einer Tattoomesse. „Es ist schon auch ein Druck. Jeder meint, er muss ein super Sexleben haben, steht ja in der Werbung“, meint eine Tätowiererin. Druck hilft nie weiter, sondern Kommunikation mit dem Partner. Doch mehr als 80% der Paare sprechen Probleme gar nicht erst an. Reden oder Schweigen?, das diskutiert Ann-Marlene Henning deshalb mit den Tänzern einer Tangoschule.

Produzent Christian Beetz und der schwule Regisseur Tristan Ferland Milewski haben sich lange für die Episode mit einem homosexuellen Paar eingesetzt

„Um die sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten und von der Routine wegzukommen, gilt für beide Partner:  sich dem anderen immer wieder zuzumuten und sich die Neugierde aufeinander zu bewahren.“, meint Ann-Marlene Hennig  „Überraschend unpeinlich, echt und lehrreich. Eine der mutigsten und provokantesten deutschen Fernsehproduktionen seit Jahren“, schrieb 2013 der FOCUS über das heiß diskutierte Aufklärungsformat „MAKE LOVE – Liebe machen kann man lernen“. Das Grimme-Online-Award nominierte multimediale Format mit Ann-Marlene Henning traf den Nerv der Menschen und wird deshalb vom ZDF in der vierten Staffel fortgesetzt. Das stilvolle Format wurde von der vielfach ausgezeicheten gebrueder beetz filmproduktion gezielt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entwickelt und produziert. Produzent Christian Beetz und der selbst schwule MAKE LOVE Regisseur Tristan Ferland Milewski haben sich lange für eine Episode mit einem homosexuellen Paar eingesetzt und freuen sich über den Mut des ZDFs. Die gebrueder beetz filmproduktion, die die Produktion betreut hat, hat sich im queeren Umfeld mit vielen erfolgreichen Produktionen einen Namen gemacht. Der mehrfach preisgekrönte Film “Gardenia – bevor der letzte Vorhang fällt” – taucht ein in die Leben von sechs alternden Travestie-Künstlern. Bei der Vorführung in Moskau hat er Morddrohungen ausgelöst.

„Make Love“ im ZDF: Die Folge mit Sebastian und Marcel läuft am 20.07.2016, 23:25 Uhr

Bilder: gebrüder beetz filmproduktion


9 Kommentare


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close