Sulu schwul: George Takei enttäuscht

Der Original-Sulu ist unglücklich, weil seine Star Trek-Figur jetzt schwul ist

Als gestern die Nachricht um die Welt ging, dass der von John Cho gespielte Lt. Sulu im neuen Star Trek-Film „Star Trek: Beyond” ganz nebenbei sein Coming-out als schwuler Mann und Vorstand einer Regenbogenfamilie haben würde (MÄNNER-Archiv), war die Welt entzückt und alle freuten sich. Offensichtlich aber doch nicht alle. Der Mann, der sich am meisten freuen sollte, tut das jedenfalls überhaupt nicht. George Takei, der Sulu in der ersten Star Trek-Serie und den anschließenden Filmen in den 1960ern als Erster gespielt hat, sagte dem Branchenblatt The Hollywood Reporter, er fände es „sehr unglücklich”, dass Sulu jetzt schwul sei. Das Problem daran: Erstens ist Takei selber offen schwul und ein bekannter LGBTI-Aktivist und zweitens war Sulus enthüllte Homosexualität auch als Hommage von Drehbuchautor Simon Pegg und Regisseur Justin Lin an Takei gedacht. Der findet das aber doof.

Natürlich finde ich es schön, dass es in Star Trek jetzt eine schwule Figur gibt. Aber so ist das auch eine Verdrehung von Gene Roddenberrys Vision

Begründung: Gene Roddenberry, der Erfinder des gesamten Star Trek-Universums, hätte das so nicht gewollt. „Natürlich finde ich es schön, dass es in Star Trek jetzt eine schwule Figur gibt. Aber so ist das auch eine Verdrehung von Genes Vision, an der er so lange und hart gearbeitet hat. Ich finde das ist eine unglückliche Wahl.” Takei erklärt, dass er schon in den 60ern auf Roddenberry zugegangen sei, um mit ihm die Möglichkeit einer positiv besetzten, schwulen Figur zu besprechen. Worauf Roddenberry positiv reagiert hätte, aber auch gesagt habe, die wäre im TV seinerzeit einfach nicht machbar, wenn man die Serie produzieren wollte. Und Sulu sei für Roddenberry einfach immer heterosexuell gewesen. „Es gibt überhaupt keinen Grund, warum die Macher jetzt keine neue, schwule Figur schaffen sollten. Ich habe sowohl Cho, wie dem Regisseur letztes Jahr erklärt, sie sollten sich doch etwas Neues ausdenken, statt jetzt so zu tun, als hätte Sulu 30 Jahre lang im Schrank gesessen.”

Bild: Paramount (Universal Pictures)


4 Kommentare

  1. Jana Sondermann

    begründung find ich auch etwas komisch. Schließlich ist das ja eine völlig neue Zeitschiene, erschaffen schon im ersten Film. Wieso soll er also in der Zeitschiene nicht schwul sein?


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