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Hamburg-CSD mit türkischer Verstärkung

Die türkische Gemeinde Hamburg ist beim diesjährigen Pride mit vertreten. Zur Freude der Veranstalter.

UPDATE (6.8.2016) Unter dem Motto „Normal ist, wer Menschen
achtet“ haben heute rund 165.000 Menschen an der 36. HAMBURG PRIDE
PARADE teilgenommen, wie die Hamburger Polizei bestätigte. Rund 150.000
Personen begleiteten die 15.000 Teilnehmer_innen auf ihrem Umzug durch

die Hamburger Innenstadt. Zahlreiche Politiker führten die
Demonstration an, allen voran CSD-Schirmherrin und Hamburgs
Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard, Zweite Bürgermeisterin Katharina
Fegebank, die Fraktionsvorsitzenden Andreas Dressel (SPD) und Katja
Suding (FDP), der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs sowie
 etliche Kollegen.

Hamburg Pride

Foto: Hamburg Pride

In Stuttgart hatte die Türkische Gemeinde ihr Debüt und machte erstmals beim CSD mit (MÄNNER-Archiv) mit. Die Gemeinde hoffte mit der Aktion, dass Eltern von homosexuellen Jugendlichen dem Thema mit mehr Toleranz begegnen. Viele wüssten nicht, wie sie mit sexueller Vielfalt umgehen sollen. Nun folgen die Kollegen aus Hamburg – die sind nun ebenfalls beim CSD in der Hansestadt mit dabei. Dazu erklärt Stefan Mielchen, der Erste Vorsitzender von Hamburg Pride e.V.:

Wir müssen das Zusammenleben in unserer Gesellschaft so gestalten, dass es keine Rolle spielt, woher jemand kommt oder wen jemand liebt

„Das ist ein mutiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir heißen die Türkische Gemeinde beim CSD willkommen. Mit unserem diesjährigen CSD-Motto ‚Normal ist, wer Menschen achtet’ schauen wir ganz bewusst über den Tellerrand unserer eigenen Community hinaus. Denn eine unserer größten gesellschaftlichen Herausforderungen aktuell ist es, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft so zu verhandeln und zu gestalten, dass es keine Rolle spielt, woher jemand kommt oder wen jemand liebt. Das geht nur miteinander, und deshalb freuen wir uns über Solidarität, die wir auch gerne zurückgeben. Denn nur, wenn wir Vielfalt als Chance für eine offene und freie Gesellschaft begreifen, ist ein friedliches Zusammenleben möglich.“

(Ein aktuelles Interview mit Stefan Mielchen zu den Nachwirkungen von Orlando steht in MÄNNER 8.2016.)

Titelbild: Imago


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