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US-TV kündigt schwule Bachelor-Show an

Das Trash-Fernsehen wird im Herbst um ein schwules Format reicher. Zum Moderator wurde das Ex-NSYNC-Mitglied Lance Bass ernannt.

Das könnte entweder ein großer trashiger Spaß werden – oder total daneben gehen: Der US-Sender Logo TV, der unter anderem auch Formate wie „RuPaul’s Drag Race” zeigt, hat verlauten lassen, derzeit an einer schwulen Datingshow zu arbeiten. Die Show mit dem Titel „Finding Prince Charming” soll im Herbst ausgestrahlt werden und im Stil der „Bachelor”-Realityserie dreizehn Kandidaten um „einen der größten schwulen Herzensbrecher der Nation” (Zitat Logo) buhlen und streiten lassen.

Wie beim „Bachelor” sieht das Konzept der Show vor, dass wöchentlich einer der Kandidaten vom Ober-Schwarm aus einem gemeinsam bewohnten Haus herausgewählt wird. Wer am Ende übrig bleibt, darf sich auf eine Beziehung mit dem Herzensbrecher freuen – eine monogame Beziehung, wie der Sender extra betont. Klingt nicht wirklich originell? Ist es auch nicht. Klingt aber auf jeden Fall nach viel Sex und Drama, also dem perfekten TV-Stoff.

Nicht das erste schwule Dating-Format

Auch die Wahl des Moderators ist nicht wahnsinnig originell, könnte aber gerade deshalb gut passen: Mit Ex-NSYNC-Mitglied Lance Bass hat sich Logo den Vorzeige-Schwulen der US-Medien vor den Karren gespannt. Der 37-Jährige hat sich 2006 in einer Coverstory des People-Magazins geoutet und hangelt sich seitdem wahlweise als Schauspieler, Show-Juror, Synchronsprecher, Radiomoderator oder Reality-Show-Darsteller von Auftritt zu Auftritt. Zuletzt machte Bass unter anderem im April von sich reden, als er ankündigte, trotz Einführung von LGTBI-feindlichen Gesetzen im Bundesstaat Mississippi dort ein Konzert geben zu wollen (MÄNNER-Archiv).

„Finding Prince Charming” wird übrigens nicht das erste schwule Dating-Format sein. Bereits im Sommer 2003 hat der US-Kanal Bravo TV eine Show mit dem Titel „Boy Meets Boy” ausgestrahlt, bei welcher ebenfalls 15 Kandidaten im Kampf um einen Alpha-Boy in den Ring traten. Die Serie hatte allerdings einen merkwürdigen Twist: Ein Teil der Kandidaten war hetero – die wirkliche Sexualität der Teilnehmer wurde erst nach deren Ausscheiden bekannt gegeben wurde, um die Show „spannender” zu machen. Sie wurde nach der ersten Staffel abgesetzt.

Foto: Imago


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