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Arm in Arm mit Spock!

Wir treffen den schwulen Spock-Darsteller Zachary Quinto

Seit Donnerstag läuft der neue Star-Trek-Film im Kino. Zachary Quinto spielt in „Star Trek Beyond“ bereits zum 3. Mal Mister Spock. Peter Sullivan sprach mit ihm für MÄNNER.

Zachary, bei Deinem Start-Trek-Debüt 2009 warst Du noch ungeoutet. Hättest Du Dir damals vorstellen können, dass Deine sogar noch besser laufen würde, nachdem Du mit Deiner Homosexualität an die Öffentlichkeit gegangen bist?
Damals vermutlich nicht. Denn natürlich habe ich mir viele Jahre darüber Gedanken und Sorgen gemacht. Deswegen habe ich ja so lange nicht über mein Privatleben gesprochen. Aber irgendwann kam der Punkt, wo ich eben keine Lust mehr hatte, darüber nachzudenken. Ich wusste nur einfach, dass ich nicht länger etwas verstecken wollte, das letztlich ein so großer Teil meiner selbst und meines Lebens ist. Nicht aus Angst, irgendwer könnte mir danach vielleicht einen Job verwehren.

Spock
Kam dann ja auch nicht so, oder?
Nicht dass ich wüsste. Aber selbst wenn ich nach meinem Coming-Out keine einzige Rolle als Schauspieler mehr bekommen hätte, wäre das in Ordnung gewesen. Dann hätte ich mir etwas anderes einfallen lassen. Hauptsache ich konnte mein Leben so führen wie ich das wollte. Abgesehen davon dass ich natürlich nicht ernsthaft mit solch krassen Konsequenzen gerechnet hätte. Denn auch früher wussten eigentlich immer alle Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, dass ich schwul bin. Ich war mir ziemlich sicher, dass es für die meisten keinen Unterschied machen würde, wenn ich damit an die Öffentlichkeit ginge.

Erscheint es Dir im Rückblick absurd, dass Du den Schritt nicht früher getan hast?
Nein, das nicht. Jeder geht seinen eigenen Weg beziehungsweise muss ihn erst einmal finden. Das braucht manchmal Zeit. Aber ich glaube fest daran, dass jeder so authentisch wie möglich sein Leben führen sollte. Es bringt uns alle weiter, wenn immer mehr offen zu sich selbst stehen. Natürlich wird es immer die geben, die sagen dass Schauspieler sowieso nichts Privates preisgeben sollen. Dass das Publikum einem gewisse Sachen nicht mehr abnehmen, wenn sie bestimmte Bilder von dir erst einmal im Kopf haben. Doch das ist in meinen Augen völliger Unsinn. Wozu sind wir denn Schauspieler?!

Das vollständige Interview mit Zachary Quinto gibt’s in MÄNNER 07.16
„Star Trek Beyond“ ist ab sofort im Kino zu sehen.

ZACH QUINTO – DIE FACTS

Der 39-Jährige wurde durch Fernsehserien wie „The Others“ und “Heroes” berühmt, der Durchbruch in Hollywood kam, als er 2009 in „Star Trek“ die Rolle von Commander Spock mit dem Segen von deren Original-Darsteller Leonard Nimoy übernahm. Seither trat er neben Mainstream-Produktionen auch in Indie-Filmen wie dem umstrittenen Ex-Gay-Drama „I am Michael“ auf. Im Oktober 2011 outete er sich öffentlich als homosexuell. Mit seinem Freund Miles McMillan lebt er in New York.

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Fotos: Paramount Pictures


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