Luxy

Katar: Teenie wegen Instagram verhaftet

Ein 18-jähriger wurde am Flughafen von Doha aufgrund seiner Social-Media-Aktivitäten festgenommen.

Erst ein paar Wochen ist es her, dass das kanadische Model Gigi Gorgeous in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Flughafen von Dubai aufgrund ihrer Transsexualität mehrere Stunden festgehalten wurde. Nun macht eine sehr viel schwerwiegendere Meldung mit ähnlichem Hintergrund aus dem Nachbarland Katar die Runde: Ein 18-jähriger Pole hat in einem Interview mit dem schwulen US-Newsportal „Gay Star News” erklärt, er sei beim Versuch, in das Land einzureisen, am Flughafen festgenommen worden. Begründung: Seine Social-Media-Aktivitäten.

„Sie nannten mich eine Prostituierte, sagten, ich käme aus einer schlechten Familie und lachten über meine Instagram-Fotos.”

Luxy, wie sich der junge Pole nennt, erklärte gegenüber Gay Star News, er habe Katar bereits zum zweiten Mal besuchen wollen, als er am Flughafen von Doha von der Security aufgegriffen wurde. „Sie nahmen mich mit in ihr Befragungszimmer und wollten wissen, warum ich hierher gekommen sei”, so der 18-jährige. „Dann nahmen sie mein Telefon und begannen, durch meine Whatsapp-Unterhaltungen und -fotos zu scrollen.”

Zwei Monate Gefängnis mit fragwürdiger Begründung

Eine Stunde später wurde Luxy laut eigenen Angaben offiziell festgenommen und ins Zentralgefängnis von Doha übermittelt. Dort verbrachte er zehn Tage in einer separaten Zelle und war den Demütigungen des Personals ausgesetzt: „Sie fragten mich, ob ich ein Mann oder eine Frau sei. Sie nannten mich eine Prostituierte, sagten, ich käme aus einer schlechten Familie und lachten über meine Instagram-Fotos.” Schließlich erklärte man ihm dann auch, warum man ihn festgenommen habe: „Sie sagten mir, ein Typ aus Katar habe darum gebeten, mich verhaften zu lassen, weil ich Nacktfotos von ihm auf Instagram veröffentlicht hätte.”

„Sollte sich der Fall als wasserdicht erweisen, ist er ein erneutes Beispiel für die Willkür, der sich LGBTI in vielen Golfstaaten ausgesetzt sehen.”

Mehr als zwei Monate dauerte Luxys Aufenthalt im Gefängnis an, bis er schließlich Dank seines Anwalts und eines milden Richters gegen ein Bußgeld von 15.000 Riyal (etwa 3.700 Euro) entlassen wurde. Danach folgte eine weitere kurze Episode mit der Polizei – diesmal mit der Begründung, er sehe auf seinen Instagram- und Snapchat-Fotos zu weiblich aus. Schließlich konnte der 18-jährige jedoch ausreisen, wenn auch mit einer lebenslänglichen Einreisesperre für alle Golfstaaten. Sollte sich der Fall als wasserdicht erweisen, ist er ein anschauliches Beispiel für die Willkür, der sich LGBTI in vielen Golfstaaten ausgesetzt sehen. Im noch konservativeren Saudi-Arabien war ein Mann im März sogar nur aufgrund des Hissens einer Regenbogenflagge verhaftet worden (MÄNNER-Archiv).

Foto: Instagram


35 Kommentare

  1. Kai Thaeder

    Dieser ganze Islam lebt hinterm Mond , Frauen sind da ja auch nur gebärmaschienen damit dann Nachwuchs später da ist zum töten , die kennen doch nur Hass , ficken , Krieg , töten , sorry musste raus

  2. Thomas Rink

    Ich frage mich, wie man als Schwuler nach Saudi-Arabien oder oder in ein anderes isalmisch- besser islamistisches Land reisen kann. Soll das sowas wie Abenteuer-Urlaub sein?

  3. Thomas Rink

    Mag ja sein, dass er die Länder schön findet, aber ich reise doch auch nicht in den Dschungel, wenn’s mir gefällt, ohne damit rechnen zu müssen, dass es dort gefährliche Tiere gibt!

  4. Manuel Klee

    Man fragt sich was dümmer ist: die Aussage, dass Gigi Wer (???) in Saudi Arabien am Flughafen von Dubai verhaftet worden sein soll (ja wo denn nun? Saudi Arabien oder Dubai?) oder die pauschalisierenden und vor Ignoranz strotzenden Kommentare hier

  5. Tim Alberts

    Ich werde gleich mal bei Instagram etwas mit dem Oman..Katar verlinken was denen dort nicht gefallen wird aber da ich nicht in dessen unzivilisierten Land bin können die mir nichts. Mal sehen wie denen das schmeckt

  6. Hartmut Fischer

    Ich kanns nicht mehr lesen, der Island usw. Was ist mit dem christlichen Jamaika was ist mit den super katholischen Staaten in Afrika. Was ist mit den orthodoxen Post sowjetischen Staaten. Wie hier immer versucht wird sein eigenes ideologisches. Süppchen zu kochen. Wenn hier die besorgten Bürger die Macht hätten erginge es und hier auch nicht anders. Also Schleich dich, Kai.

  7. Steven Heart

    Vielleicht ist man dort geboren und will seine Familie besuchen??? Ach nein in Arabien gibts ja gar keine Schwule….! Was für ein dämlicher Kommentar! ?? Weil man schwul ist darf man Teile der Welt nicht besuchen! Da merkt man schon mal den Fehler beim Nachdenken!

  8. Thomas Rink

    Steven, wenn Du den Artikel aufmerksam gelesen hättest, wüsstest Du, dass der Junge ein Pole ist …, da gehe ich dann ‘mal davon aus, dass er kaum Familie in Katar hat. Und: Nochmals, jeder kann hinfahren wo auch immer er will, aber bekannt ist doch wohl, dass man als Schwuler einige Teile der Welt besser nicht besuchen SOLLTE, ich hab nicht von DARF geschrieben!

  9. Heinz Schwäbig

    Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um ! Wie kann man nur so dumm sein als Schwule in so ein Land zu reisen er dachte wohl er hätte sich da einen arabischen Prinz angeln können .

  10. René Aberer

    geh in die schwulenszene und du triffts die ignorantesten und intolerantesten menschen überhaupt.schreien nach toleranz aber untereinander sind sie ein graus.

  11. Simon Marvin Wilde

    Manche Kommentare hier sind echt #AfD-Niveau!
    Andere Länder, andere Sitten.
    Was ich viel unverständlicher finde:
    Als schwuler solche Länder überhaupt erst zu besuchen entbehrt jedem logischen Verstand, oder nicht!?!
    Ich würde da gar nicht erst hin wollen…

  12. Thomas Müller

    Hei Simon Marvin ich war gerade auf deiner fb Seite. Da habe ich einen Smart mit OF Kennzeichen gesehen wo kommst denn du da her ich wohne nämlich ganz bestimmt in deiner Nähe ich habe DA Kennzeichen. Meld dich doch mal.

  13. Nröjb Rengaw

    Scheint ja nicht sicher zu sein, dass es tatsächlich so war oder ob einfach die erfundene Geschichte eines Aufmerksamkeitssüchtigen ist! Somit halte ich den Artikel für nichts anderes als Stimmungsmache!!!


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close