19-Jähriger im Iran gehängt

Und zwar wohl wegen seiner Homosexualität

Im Iran ist erneut ein Teenager wegen angeblicher homosexueller Kontakte hingerichtet worden. Ein englisches Online-Portal berichtet, Amnesty International hätte den Fall gemeldet. Hassan Afshar, der 2014 wegen Vergewaltigung eines Teenagers verurteilt worden war, wurde am 18. Juli im Gefängnis der Stadt Arak durch Erhängen hingerichtet. Er und seine zwei Mitangeklagten hatten während des Prozesses und auch danach immer wieder bestritten, den anderen Jungen vergewaltigt zu haben. Der Sex sei einvernehmlich gewesen und auch nicht einmalig, sondern öfter vorgekommen. Das Urteil wurde nicht öffentlich vollstreckt, auch die Familie des heute 19-Jährigen durfte nicht dabei sein.

Laut Angaben von Amnesty International sitzen mehr als 160 Minderjährige in irakischen Todeszellen und warten auf ihre Hinrichtung.

Aktivisten vermuten, dass der Vergewaltigungsvorwurf erfunden war, um eine Rechtfertigung dafür zu haben, Hassan hinrichten zu können. Der eigentliche Grund sei seine Homosexualität gewesen. Aber auch einvernehmliche homosexuelle Handlungen können im Iran mit dem Tod bestraft werden. Allerdings können auch hunderte von Peitschenhieben verhängt werden. Hassans Verteidigung hatte bis zuletzt gehofft, seinen Fall noch einmal aufrollen zu können. Laut Angaben von Amnesty International sitzen mehr als 160 Minderjährige in iranischen Todeszellen und warten auf ihre Hinrichtung. 75 Teenager wurden in den letzten Jahren hingerichtet. Hassan ist der erste bestätigte Fall in diesem Jahr. Iran hat die UN-Konvention für Kinderrechte unterschrieben, die Hinrichtungen von Minderjährigen verbietet. Die Homophobie im Iran steht in langer Tradition. (MÄNNER-Archiv)

Foto: Wikipedia, Mahmoud Asgari und Ayaz Marhoni wurden 2005 im Iran gehängt


52 Kommentare

  1. Gerd-Josef Pohl

    Volker Schupetta: Ich brauche niemanden, der sich für meine Aussagen schämt. Schämen Sie sich lieber für Ihren Hang zur Relativierung und Verharmlosung. Die schwulen Flüchtlinge (wie auch die christlichen) sind übrigens selbst in den Notunterkünften vor muslimischer Verfolgung nicht sicher.


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