nagbe

Auf dem Pride verhaftet

Ein schwuler Fußballer soll aus Schweden ins homofeindliche Liberia abgeschoben werden

UPDATE (27.8.2016) Das schwedische Migrationsamt hat mitgeteilt, dass die Abschiebung von Andrew Nagbe vorläufig gestoppt wurde. Die Entscheidung fiel wenige Stunden vor dem Abflug in seine homophobe Heimat Liberia. Begründung der Ausländerbehörde: Es gebe neue Beweise, weshalb der Fall noch einmal geprüft werde.

Sollte es Andrew Nagbe nicht sehr schnell gelingen, den schwedischen Behörden zu beweisen, dass er wirklich schwul ist, wird er in sein Herkunftsland Liberia abgeschoben, wo ihm Gefängnis und Schlimmeres drohen. Homosexualität ist illegal in dem afrikanischen Land und wird mit langen Haftstrafen geahndet.

Der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter sagte Nagbe bei einem Interview in der Abschiebehaft: „Im Gefängnis werden sie mich jeden Tag prügeln und vergewaltigen, bis meine Strafe zu Ende ist und ich das Land wieder verlassen kann. Jeder den ich in Liberia kenne, weiß, dass ich schwul bin. Und sie werden das auch nicht geheimhalten.“

Man verlangt von Nagbe zusätzliche „Belege“ für seine Homosexualität zu erbringen, sonst würde er abgeschoben.

Die schwedischen Behörden haben Nagbe eine Aufenthaltsgenehmigung bislang verweigert. Für internationales Aufsehen sorgt sein Fall unter anderem, wegen des Ortes an dem der 22-Jährige festgenommen wurde: dem Pride in Stockholm. Die Polizei verhaftete den Fußballer während der Demonstration und brachte ihn von dort ins Gefängnis. Man verlangt von Nagbe zusätzliche „Belege“ für seine Homosexualität zu erbringen, sonst würde er abgeschoben. Schwedische Politiker, wie der Sozialdemokrat Metin Rhawi, bezeichneten das Vorgehen als „herzlos“ und sagte: „Sollte jemand, der offensichtlich um sein Leben fürchtet, einfach so abgeschoben werden?“

Ich will einfach nur als offen schwuler Mann in Schweden Fußball spielen

Nagbe hat bis zum 23. August, um seine Abschiebung anzufechten. „Ich will einfach nur als offen schwuler Mann in Schweden Fußball spielen“, beschreibt der junge Mann seine Situation. Nach Schweden gekommen war der Mittelfeldspieler, weil ihn ein Team in der dritten Liga engagiert hatte. Zuletzt spielte er für Södertälje FK, einen unter Migranten populären Club. Schwedische Flüchtlingsaktivisten hoffen, die Behörden innerhalb der nächste Woche noch zu einer Änderung ihrer Position bewegen zu können. Schweden ist eigentlich für seine liberale LGBTI-Politik bekannt. (MÄNNER-Archiv)

Bild: Twitter


22 Kommentare

  1. Roland-michael Wedel

    boah ey sollmal ne frau beweisen das sie auf type steht dümer geht es ja nicht lasst doch den junge in ruhe der spielt fussbal und tut keinem was ,schikt lieber diese s…… k……… aus unserem land das wieder ordnung rein kommt in deutschland und lasst die jungs in ruhe boah ey jetzt gehts aber oder???

  2. Siri Wolf

    Nun da hben die Schweden sich aber ne harte Nuß ausgesucht die sie knacken müssen! Hm Beweise.. 1. Komplette sammlung diverser DVDS in HD-Qualität. Samlung diverser Magazin seit seinem Eintreffen in Schweden, alle seine Partner und Expartner.. und zur Not dem Richter um den Hals fallen und ins nächste Schlafzimmer schliefen…, reicht das?

  3. Andr As Kö

    Ein kleines Filmchen mit ihm sollte doch reichen.
    Ganz ehrlich wie bekloppt ist das den bitte.
    Beweisen das man schwul ist. Ich bitte euch, was ist das den?

  4. Daniela Grabner

    :O Sonst geht’s allen noch super. Jemanden in ein Land abschieben, wo Homosexualität „illegal“ ist, grenzt wirklich an Absurdität. Die Engstirnigkeit mancher Länder und der Gesellschaft lässt mich wirklich staunen.

  5. Kai Tonath

    Der Rechtsweg ist durch – es sieht so aus, als ob ihm das mit dem „Schwul sein“ erst eingefallen ist, als er als „Wirtschafts-Migrant“ richterlich entlarft wurde …

  6. Frank Cologne

    Also wenn man schwul ist kann man das recht einfach belegen indem man zb fragen zur Szene beantwortet usw. Wenn er es aber nicht ist, wird er zurecht abgeschoben; der Staat wird schon seine Gründe Haben warum er sich überzeugen lassen will,- es gibt womöglich mehrere Wirtschaftsflüchtlinge.

  7. Kay Jahn

    Nachvollziehen kann man es ja ein wenig wenn jetzt jeder an kommt und sagt er sei schwul wäre es ja ein asylgrund wenn er deswegen Verfolgung erfahren würde… denke da steckt mehr dahinter als nur eine Vermutung bei dem Fall.

  8. Lukas Meyer

    Aber jeder der wegen Religion verfolgt wird darf in Schweden bleiben
    Aber Religion ist nur ein Lifestyle und jederzeit konvertierbar, während Homosexualität angeboren ist. Und nachdem Schweden die meisten Wirtschaftslüchtlinge aufgenommen hat wird es doch auf einen wirklich Verfolgten nicht ankommen


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