Yummertime

Wir zwei sind eine Marke

Viele schwule Paare benutzen ihren Instagram-Account, um mit ihrer Beziehung Geld zu verdienen

Liebe ist eine gute Sache und wenn aus Liebe eine Partnerschaft wird, ist das noch besser. Sowas freut nicht nur das Paar selbst, sondern auch Freunde und Familie. In Zeiten von Instagram, Tumblr und Co, kann man aber noch einen Schritt weiter gehen: Man macht die eigene Beziehung zu einer Marke und setzt sich für etwas ein. Egal, ob Gus Kenworthy seinen Hawaii-Urlaub (MÄNNER-Archiv) dazu benutzt, herauszustellen, wie romantisch man als Spitzensportler seine Tage verbringen kann oder Tom Daley seine Fitnessvideos pushed (MÄNNER-Archiv) und dabei seinen Mann Dustin Lance Black erwähnt, es ist immer gut, so zu Sichtbarkeit von LGBTI beizutragen und etwas Schönheit in die Welt zu stellen.

Die folgenden Paare sind aber ihre eigenen, kleinen Unternehmen geworden.

Justin Moore und Nick Grant verbreiten als Justinickpgh ihre eigenen Fitnessbotschaften und geben Ernährungstipps. Das Paar hat über 350000 Instagram-Abonennten.

 

Throwback to NYC last summer! ?: @nanuk_jf

Ein von Justin & Nick (@justinickpgh) gepostetes Foto am

Brock Williams und Chris Lin machen als Yummertime, so ziemlich das Gegenteil von Fitnesstipps: Sie sagen, was und wo man richtig lecker essen kann und was man dazu anziehen sollte. „Am Anfang haben wir einfach nur Fotos von unseren Outfits und unseren Mahlzeiten gepostet, ohne jede Erwartungshaltung.” So ganz glaubwürdig ist das nicht, einer der beiden ist Model, der andere hat einen PR-Backround. Und wie dem auch sei, der Erfolg gibt ihnen Recht. Nordstrom, Coach, Cheesecake Factory und Hallmark sind Firmen, mit denen die beiden inzwischen zusammengearbeitet haben.

 

??? when in Croatia… ?? ?: @justinliv

Ein von Brock + Chris (@yummertime) gepostetes Foto am

Auch Matt Armato und Beau Ciolino sind als Probably This ein Paar UND eine Marke. „Ich mache mir manchmal schon Gedanken darüber, wie die Leute uns als Marke wahrnehmen”, sagt Ciolino. Aber ich habe es nie so empfunden, als würden wir unsere Beziehung vermarkten oder verkaufen. Ich sehre es eher so, dass wir eben dokumentieren, was in unseren Leben so passiert. Unser Blog ist ganz natürlich entstanden. Ich kann schreiben und Matt fotografieren und mehr braucht es nicht, um es wirklich gut zu machen.” Und was passiert mit der Marke ProbablyThis, wenn sie sich trennen sollten. Ciolino wird deutlich: „Wenn wir uns trennen, habe ich garantiert wichtigere Sachen zu tun, als mich um unser Instagram-Account zu kümmern. Dann verliere ich schließlich den wichtigsten Menschen in meinem Leben. Das ist dann doch wichtiger als alles andere.” Man muss sich um die Liebe, auch in Zeiten von Instagram und absoluter Selbstvermarktung offensichtlich keine Sorgen machen.

 

 

Foto: Instagram/Yummertime


3 Kommentare

  1. Kai Tonath

    O.k. „Viele” ist dann anders als die paar aufgezählten … und wie verhält sich das im Vergleich zu Heterosexuellen Paaren, die die Partnerschaft benützen, um berühmt zu werden, und damit Geld zu verdienen?


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