„Die Community soll schöner werden“

Hornet ist anderswo schon sehr erfolgreich. Und will Gayromeo und Grindr nun auch bei uns den Rang ablaufen.

Als Sean Howell, der heutige CEO von Hornet, vor fast zehn Jahren beschloss, dass die Welt eine weitere Social Network-Plattform braucht, war der Gedanke dahinter ungefähr: Gucken wir doch erstmal. Meint: Er wollte einen Online-Spielplatz für schwule Männer, auf dem es um deutlich mehr geht, als nur um Sex. Den sollte es auch zu finden geben, schließlich ist Sex ein wichtiger Teil eines schönen schwulen Lebens, aber erstmal ging es darum, andere Jungs kennenzulernen, bevor man zusammen in der Kiste landet. Howell erklärt: „Grindr fing gerade erst an und funktionierte noch nicht richtig. Und die schwule Online-Kultur war schrecklich. Einige würden behaupten, sie ist das immer noch. Es gab eine Menge kopfloser, hübscher Torsos, aber ein Community-Gefühl wollte dabei bei mir einfach nicht aufkommen. Heute haben wir 15 Millionen schwule Männer weltweit, die Hornet nutzen und damit alles Mögliche suchen und finden: Leute mit denen man einen Spaziergang machen kann, Jungs zum Tennis spielen, zum gemeinsamen Kochen, Menschen mit denen man einen trinken geht. Ob es dabei zuallererst um sexuelle Anziehung geht und die Beziehung im Bett anfängt oder endet, bleibt natürlich ihnen überlassen. Hornet kann man als sexuelle App nutzen, aber die Möglichkeiten sind viel größer.“ (Zeigst Du XXX-Fotos herum, die man Dir zuschickt? – MÄNNER-Umfrage)

Ich glaube also selbst fest daran, dass du alles, was du suchst, auch online finden kannst.

Mit einem Konzept, das auf Interaktion und Austausch setzt, hat Hornet in Ländern wie Frankreich, Brasilien, Russland, Taiwan, Thailand, der Türkei und Mexiko anderen Apps wie Gayromeo und Grindr längst den ersten Rang bei schwulen Männern abgelaufen. „Bei uns lernt man Männer anders kennen als nur über ein vorgerastertes Feld aus Vierecken. Du kannst deine Jungs nach Interessen sortieren, Männer haben generell längere Profile und natürlich mehr Bilder als anderswo. Man bekommt ein viel besseres Gefühl für die Person, mit der man sich unterhält“, so Howell.

Sean Howell

Sean Howell

Und, wie in guten Restaurants, ‚isst‘ der Chef auch selbst erfolgreich hier: „Ich habe meinen eigenen Freund auch über Hornet kennengelernt, als er in Brasilien unterwegs war. Wir haben uns ein Jahr über Hornet unterhalten, bis er genug gereist war. Und haben uns erst dann von Angesicht zu Angesicht getroffen. Ich glaube also selbst fest daran, dass du alles, was du suchst, auch online finden kannst.“ Dabei hilft auch die ständige Weiterentwicklung der App: „Unsere neue Funktion ‚Discover‘ ist sowas wie Gay App meets Instagram. Bei Hornet ging es immer um mehr Fotos und jetzt zeigen wir dir nicht nur neue Jungs, die du mögen könntest, sondern zeigen dir auch die neuen Fotos der Jungs, die du schon magst. Wir von Hornet sind Technik-Nerds  und mögen es, uns ständig zu verbessern und die App noch cooler zu machen. Davon kannst du in Zukunft noch mehr erwarten.“ (Hier besingt Lord Hicks seinen Grindr-Frust – MÄNNER-Archiv.)

Portrait. Couple of friends at sunset on the beach on a day of rest summer vacation together, after spending a day of relaxation and fun

Ein Feature von Hornet ist „Know Your Status“, mit dem Jungs nicht nur aufgefordert werden, sich regelmäßig auf HIV und andere STIs testen zu lassen, sondern das auch dazu gedacht ist, das Leben von Positiven in der virtuellen Realität zu erleichtern. „Ich bin selbst HIV-Akktivist, also war es nur logisch, dass das etwas war, das uns auch beim Launch von Hornet wichtig war“, erzählt der Chef. „Wir wissen längst, dass das was Menschen auch davon abhält, sich testen zu lassen, Stigma ist. Dem wollten wir etwas entgegensetzen. Deswegen haben wir mit ‘Know your status’ ein Feature geschaffen, dass es positiven Männern auch erlaubt, ihren Status öffentlich zu machen, wenn sie das wollen. Außerdem haben sich unsere positiven Mitentwickler noch ein paar Dinge ausgedacht, die es positiven Jungs erleichtern, andere Positive kennenzulernen. Und darin investieren wir auch weiter Zeit, weil HIV nicht nur etwas ist, mit dem wir uns alle immer wieder auseinandersetzen müssen, sondern mit dem man auch auf schöne und kreative Art umgehen kann und sollte. Wir glauben, wir können das. Das ist auch insgesamt unsere Antriebsfeder: Wir wollen, dass unsere User mehr Spaß miteinander haben, als anderswo. Und wir wollen gleichzeitig jeden Tag etwas dafür tun, die Community größer und schöner zu machen.“

Wer das ausprobieren will, kann das mit seinem Handy oder PC hier tun:

Apple Store bit.ly/askhrnt

Android Market: bit.ly/hornetandroid

love.hornetapp.com/    

Fotos: Fotolia/Oneinchpunch/Loreanto/Youtube

 


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