Bare_Men_1050

500 Männer, 500 Körper

Eine New Yorker Fotografin zeigt mit ihren Nacktportraits Männerkörper in ihrer ganzen Bandbreite.

Sie sind überall: Perfekt trainierte und proportionierte Körper prägen unseren Alltag und verändern damit unsere Wahrnehmung von der Welt. Waren wir früher „nur” in Filmen, Magazinen und auf Werbeplakaten mit ihnen konfrontiert, befinden wir uns heute durch die Sozialen Medien quasi im Dauerfeuer. Was Folgen hat: Mehr denn je werden Körper, die nicht den extremen Schönheitsnormen unserer Zeit entsprechen, als unperfekt und weniger sexy wahrgenommen.

Lange Zeit galt dabei das weibliche Geschlecht als jenes, das stärker unter den Normen zu leiden hat und mit Unzufriedenheiten gegenüber dem eigenen Körper zu kämpfen hat. Doch Studien zeigen, dass gerade immer mehr jüngere Männer sich nicht wohl in Ihrer Haut fühlen –  und das gilt für Schwule wie Heteros. Dieser Entwicklung will die New Yorker Fotografin Abigail Ekue etwas entgegensetzen und hat dafür das Projekt „Bare Men” gestartet, das Männerkörper ohne gestählte Muskeln und getrimmte Körperhaare portraitiert.

„Ich wollte etwas anderes zeigen als im Studio aufgenommene Körperlandschaften oder posierende Muskelmänner”, erklärte die Fotografin gegenüber der Huffington Post. Stattdessen machte sie sich auf die Suche nach alltäglichen Männerkörpern und fand sie in ihrer ganzen Bandbreite – alt, jung, schwarz, weiß, trans, nicht-trans: Über 500 Männer hat Ekue inzwischen nackt fotografiert und auf ihrer Webseite sowie einem Bildband zusammengefasst.

Ziel ihrer Fotografien ist es laut Ekue, unsere Wahrnehmung von Männerkörpern etwas gerade zu rücken: „Ich will zeigen, dass Männer wie Frauen mit Körperproblemen zu kämpfen haben, die von verinnerlichten gesellschaftlichen Normen herrühren. Aber ich wollte auch zeigen, dass manche Männer sich gerne und selbstbewusst nackt zeigen.” Mit ihrem Ansatz steht die Fotografin nicht allein da. Unlängst hat sich American Eagle Outfitters, der größten Bekleidungshersteller Amerikas, entschlossen, seine Unterwäsche mit Männern „von nebenan” zu bewerben (MÄNNER-Archiv). „Bare Men” ist also Teil eines sehr begrüßenswerten Trends.

Mehr Männerportraits von Abigail Ekue gibt es auf der Bare-Men-Webseite, wo man auch das zum Projekt gehörige Buch bestellen kann.


7 Kommentare

  1. Blau Mann

    … aber so sehen doch normale Männer aus …. wer sich an den Pornomännchen und den „geleckten” Jungs wie bspw. im MÄNNER MAGAZIN orientiert … nun denn, dem ist dann wohl nicht zu helfen.

  2. Michael Offermann

    Finde ich gut mal solche Körper zu sehen und keine perfekten die sonst nur zu sehen sind. Ich finde die sind richtig gut getroffen worden und sehen ziemlich gut aus, sie brauchen sich gar nicht zu verstecken. Eben halt wie der Liebe Gott einen erschaffen hat!…..


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