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Überfall auf Mykonos – Homophobie?

Von den Tätern keine Spur

von Dominik Djialeu

 

Tristan (rechtes Foto) und Vestal aus London wollten entspannt mit ihrer Familie Urlaub machen, auf der seit Jahrzehnten bei Schwulen beliebten Insel Mykonos. Aber dann wurde das britische Paar brutal überfallen. Die Männer waren in der Nacht des 19. Juli – es war die zweite Nacht, die sie auf der griechischen Insel verbrachten – von einer populären Gay Bar der Insel auf dem Weg zurück zum Hotel, als ihnen von Unbekannten aufgelauert wurde. Die Täter schlugen  auf die Köpfe ein und traten zu, bis sie bewusstlos am Boden lagen. Das Ehepaar erlitt schwere Verletzungen. (Studie: Homophobie ist ein psychische Störung – MÄNNER-Archiv).

„Ich kann mich daran erinnern, dass wir einen Berg hinaufgelaufen sind und ich mich umgedreht habe, weil Vestal  nicht mehr neben mir lief“ schilderte Tristan (42) den Angriff gegenüber britischen Medien. „Ich konnte sehen, dass er mit jemandem redete, den wir nicht kannten und dann gegen einen Zaun gedrückt wurde. Ich rief ihm zu, dass er weitergehen soll und er antwortete, dass er die Situation schon regelt. Das ist das Letzte, an das ich mich erinnern kann.“

Wir sind überzeugt davon, dass es ein homophober Angriff war

Als Tristan mit einer Kopfverletzung und fehlenden Zähnen wieder zu Bewusstsein kam, kümmerte er sich um den noch immer bewusstlosen Vestal, bis Sanitäter eintrafen und das Ehepaar ins Krankenhaus brachten.

„Dieser Angriff hat uns schwer erschüttert. Ich leide noch immer an Schwindelgefühl, Müdigkeit und Kopfschmerzen,“ so Tristan. „Wir sind überzeugt davon, dass es ein homophober Angriff war, denn wer Vestal kennt, weiß, dass er eine freundliche und friedliche Person ist.“

Da die Auslandskrankenversicherung nur einen Teil der Kosten für die Behandlung übernimmt, rufen Freunde des Paares über die Crowdfounding Seite GoFoundMe zu einer Spendenaktion auf, die Tristans Zahnbehandlung finanzieren soll. Die örtliche Polizei ermittelt weiterhin gegen die Täter; jedoch befinden sich keine Überwachungskameras am Tatort, die die zur Aufklärung des Falls dienen könnten.

Titelbild: privat


6 Kommentare

  1. Natalja Verner

    Echt armselig sowas. Verstehe die Brutalität mancher Leute nicht. wünsche den beiden eine Gute Besserung und hoffe das die Täter gefunden werden und ihre gerechte Strafe bekommen..


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