Muqtada al-Sadr

Ende der homphoben Gewalt!

Al-Sadr macht wichtigen Schritt, sagt Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch

Der schiitische Geistliche Muktada al-Sadr gehört zu den einflussreichsten Männern in Irak. Anhänger des Predigers demonstrieren in der Hauptstadt Bagdad immer wieder für Reformen. Zu seinen Forderungen gehört eine neue Regierung aus parteiunabhängigen Experten und Maßnahmen gegen die verbreitete Korruption im Land. Kürzlich machte al-Sadr mit der Forderung von sich reden, die Gewalt gegen LGBTI-Menschen einzustellen. Die Menschen sollten sich von Homosexuellen distanzieren, nicht aber sie attackieren. (Der UN-Menschenrechtsrat hat im Juli beschlossen, eine Position zum Schutz von LGBTI-Rechten weltweit zu schaffen – MÄNNER-Archiv.)

Statement zeigt, dass al-Sadr versteht, wie wichtig es ist, Gewalt gegen LGBTI zu beenden

Obwohl er weiter Intoleranz predigt, sei sein Statement ein wichtiger Schritt, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) jetzt mit. Al-Sadr sollte dafür sorgen, dass die Teile des Militärs, die unter seinem Kommando stehen, die Anordnung befolgen und die, die es nicht tun, zur Rechenschaft gezogen werden.Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Soldaten, die beim irakischen Militär beginnt (MÄNNER-Archiv).

„Wenn al-Sadr auch noch sehr weit davon entfernt ist, die Forderung vollständiger Menschenrechte für LGBTI-Menschen anzuerkennen, zeigt seine Statement, dass er versteht, wie wichtig es ist, Gewalt gegen sie zu beenden”, so der für den Nahen Osten zuständige HRW-Direktor Joe Stork. (So geht es irakischen Flüchtlingen in Deutschland – MÄNNER-Archiv.)

Angst vor dem ‘dritten Geschlecht’ und der ‘Verweiblichung irakischer Männer’

Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation hat in der Vergangenheit immer homofeindliche Ausschreitungen der al-Mahdi-Armee dokumentiert – sie ist der bewaffnete Arm der „Sadr-Front”, al-Sadrs radikaler Bewegung. So begannen laut HRW im Jahr 2009 Hinrichtungen, Entführungen und Folter in Bagdads Viertel Sadr City, begnannt nach dem Vater des Predigers, der dort eine breite Unterstützung erfährt. „Sprecher der a-Mahdi-Armee haben Angst vor dem ‘dritten Geschlecht’ sowie der ‘Verweiblichung’ irakischer Männer verbreitet und angedeutet, dass das Eingreifen des Militärs die Lösung sei, so Stork von HRW.

Titelbild: Screenshot


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