Justin Trudeau feiert 3. Pride

Fröhlich, laut und solidarisch: Der kanadische Premier weiß, wie man mit uns demonstriert

UPDATE (15.8.2016) Er hat es wieder getan: Am Sonntag nahm der kanadische Premierminister an seinem dritten Pride teil, dieses Mal in Montreal. „Wir wissen, dass die Menschen auf Kanada schauen”, sagt er. „Und wir werden weiter hart daran arbeiten, die Grenzen dessen, was andere Länder tun, noch ein bisschen zu verschieben, weil wir die Botschaft aussenden, dass LGBTI-Rechte Menschenrechte sind.”

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat vor wenigen Stunden, am Sonntag Nachmittag kanadischer Zeit, Geschichte geschrieben, als er das erste Regierungsoberhaupt seines Landes wurde, das an einer Pride-Parade teilnahm – in Toronto. Und er tat das nicht einfach so, sondern verbreitete diese Tatsache stolz auf allen ihm zur Verfügung stehenden Sozialen Plattformen. „Proud to stand with the LGBTQ2 community today – and every day. Fier d’afficher ma solidarité envers la communauté LGBTQ2, aujourd’hui et jour après jour.” („Ich bin heute – und an jedem anderen Tag – stolz, an der Seite der LGBTI-Community zu stehen” überschrieb er das unten stehende Video auf seiner Facebook-Seite. Und das ist nur die Fortsetzung seiner ohnehin LGBTI-freundlichen Politik.

Viele Menschen haben lange dafür gekämpft, dass das passieren kann. Und es ist absolut wundervoll, das zu feiern.

Als er am 1. Juni, dem Beginn des Pride-Monats in Kanada, die Regenbogenfahne vor dem Parlamentsgebäude in Ottawa hisste (MÄNNER-Archiv), sagte er: „Das ist ein Teil einer langen Folge an Meilensteinen, die dieses Land über die Jahre hatte. Es war nicht einfach und es ging nicht automatisch. Viele Menschen haben lange dafür gekämpft, dass das passieren kann. Und es ist absolut wundervoll, das zu feiern, indem wir zum allerersten Mal die Regenbogenfahne auf dem Parlament Hill wehen lassen.“ Schon Trudeaus Vater Pierre sorgte als kanadischer Premier- und Justizminister dafür, dass einvernehmliche Homosexualität unter Erwachsenen in Kanada legalisiert wurde. Sein Sohn rehabilitierte im März dieses Jahres Everett George Klippert, den letzten Mann, der unter dem von seinem Vater abgeschafften Gesetz wegen homosexueller Handlungen zu einer Haftstrafe verurteilt worden war. Auch auf dem Pride hat er eine neue, LGBTI-freundliche Politik angekündigt, an der die Regierung gerade arbeitet: Kanadische Ausweise werden vielleicht bald geschlechtsneutral sein. Heißt: Das Geschlecht wird nicht mehr eingetragen, sagte Trudeau dem TV-Sender CP24. Nicht nur um das zu feiern, hat er Sonntag mitdemonstriert. Was er übrigens später im Sommer, beim Montreal Pride, gleich noch einmal tun wird.

Die Geschichte des deutschen CSD und wie er sich weiterentwickelt hat – das ist unser Titelhema in MÄNNER 7.2016.

Foto: Twitter, Video: Facebook, Justin Trudeau

Und so sieht das aus, wenn Trudeau Pride feiert:

 


23 Kommentare

  1. Rainer von Steht

    Ja wenn die kirchenlobby , christlich , sehr liebevoll hinter Frau Merkel steht, und das bauchgefühl immer da ist ,da kann das nichts werden , sie ist gehemmt und kann nicht frei entscheiden ,ferngesteuert

  2. Peter Mocikat

    Die Kirchen haben immer noch viel zu viel Einfluss weil die noch zu viel Kohle haben und immer noch bekommen – Steuererbefreiung. Dabei sind ihre Schandtaten unendlich viele in der Vergangenheit bis heute.

  3. Ali Karatas

    wir hatten noch nie einen kanzler, der da mitgemacht hat. oder war schröder offener als merkel? merkel ist aus vielerlei gründen nicht der/die kanzlerin, /dendie ich will. aber bei der hompolitik war die SPD auch keinen deut besser früher als merkel heute. ich wär sehr gespannt, ob der fette gabriel als kanzler mitlaufen würde. ich könnte mir noch allenfalls von den grünen leute mitlaufen sehen. wowereit hat bisher um den CSD immer so einen wirbel gemacht, weil er selber schwul ist. mal sehen, ob denn die heten hier in berlin dieses jahr ein öffentliches wort von sich geben auf der CSD bühne. mal sehen. wenn aber der heutige berliner senat über 1 woche benötigt, um nach orlando das brandenburger tor in den regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, wird nicht viel zum CSD an reden passiern. mal sehen.

  4. ENOUGH is ENOUGH - OPEN YOUR MOUTH

    Ali Karatas Unabhängig, wie wir nun Herrn Gabriel finden, fragen wir uns, was denn Dein Kommentar „der fette” hier zu suchen hat?! Diskriminierung beginnt damit, dass sich Menschen stark fühlen dürfen. Weil sie andere Menschen klein machen. Solltest Du als schwuler Mann mal darüber nachdenken!

  5. Thomas Hückstädt

    Bloß was soll die beim CSD. Mit aller Macht ihre Meinung zu diesem Thema ändern? Ich denke wir sind die toleranten, die andere Meinungen zu lassen. Diese Frau mag nun mal keine LGBT und daraus macht sie keinen Hehl draus. Und würde sich wirklich etwas ändern, wenn sie zum CSD kommen würde.?


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