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Kiss-in im Supermarkt

Ein schwules Paar war in London zurechtgewiesen worden, weil es Händchen gehalten hatte

Rund 200 Schwule und Lesben nahmen gestern in einer Filiale der britischen Supermarktkette Sainsbury’s an einem Kiss-in teil. Sie küssten sich im ganzen Laden, um gegen einen Vorfall zu demonstrieren, der sich letzte Woche im Stadtteil Hackney ereignet hatte: Thomas Rees und sein Partner Josh Bradwell wurden von einem Security-Mitarbeiter verwarnt, weil sie beim Einkaufen Händchen gehalten hatten. Der Mitarbeiter sagte, es habe sich ein Kunde darüber beschwert, dass die beiden Männer in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten austauschten. (Ein deutscher Supermarkt fährt eine auffallend homofreundliche Politik – MÄNNER-Archiv.)

Kiss-in

Thomas und Josh (Foto: privat)

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Liebe für ein anderes menschliches Wesen jemanden so aufbringen könnte – aber das hat sie“, sagt Josh hinter. „Wir standen da vermutlich vier Minuten und hielten uns an den Händen – nichts weiter.“

Entschuldigung des Supermarktes

Der britische Journalist Michael Segalov organisierte als Reaktion auf den Vorfall den Protest. Die Teilnehmer versammelten sich vor dem Laden und tanzten zu Diana Ross und Donna Summer, bevor sie das Geschäft betraten und sich für ihr Kiss-in in den Gängen verteilten. (Dieser mutige Kuss eines schwulen Paares fand bei einer Nazi-Demo in Spanien statt – MÄNNER-Archiv.)

Kiss-in

Foto: Instagram

Die Supermarktleitung hat sich mittlerweile für den Vorfall entschuldigt – mit einem Einkaufsgutschein von 10 Pfund.

Titelbild: Instagram


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