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LGBTI-Rechte: Cher warnt vor Trump

Der Republikaner sei der "hinterhältigste Mann", den sie kenne

Popstar und Schwulenikone Cher hat einmal mehr den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump kritisiert. Bei einem LGBTI-Event in Provincetown (Massachusetts) sagte sie, dass die Republikaner unter Trump den LGBTI-Rechten schaden würden.

„Ich habe Angst um euch, denn ich weiß, was sie versuchen werden. Sie (damit meinte sie Donald Trump und Mike Pence) werden versuchen, die Zeit zurückzudrehen, und sie werden versuchen, euch eure Rechte wegzunehmen”, sagte sie. Eine klare Anspielung an ihren Hit „If I Could Turn Back Time” aus dem Jahr 1989.

Trump spendet 100.000 Dollar an LGBTI-Gegner

Denn obwohl der 70-jährige Milliardär Trump stets betont, nicht homophob zu sein (MÄNNER-Archiv), sprechen seine Taten andere Worte. So hat er beim Parteitag den Gouverneur des US-Bundesstaates Indiana Mike Pence zu seinem Vizepräsidenten erkoren. Pence gilt als konservativ und homophob. Er hat unter anderem das Gesetz „zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit” unterzeichnet, das in Indiana religiös begründete Diskriminierung von LGBTI gestattet hätte. Erst nach langen Protesten aus der Wirtschaft und Politik musste der Gouverneur das Gesetz zurücknehmen (MÄNNER-Archiv).

Außerdem gilt Trump als entschiedener Gegner der Eheöffnung. Erst kürzlich wurde bekannt, dass er 100.000 Dollar an die Greenwell Springs Baptist Church spendete. Getarnt als Spende für die Opfer von Überschwemmungen in Louisiana, musste Trump zugeben, dass das Geld an den Anführer der Gruppe ging, die sich leidenschaftlich gegen LGBTI einsetzt.

Trump wolle Amerika „weiß und hetero” machen

Nach dem Attentat von Orlando, bei dem 49 Menschen getötet wurden, hat er sich zuallererst selbst gelobt für seine angeblich bestätigte Meinung zu islamistischem Terrorismus (MÄNNER-Archiv.) Zwei Monate nach dem Massaker trat er nur 15 Kilometer vom Tatort, dem LGBTI-Club „Pulse”, entfernt, vor dem „American Renewal Project” auf. Das ist eine LGBTI-feindliche, evangelikale Gruppe. Er warb um die Stimmen der Pastoren, während vor dem Tagungsort Aktivisten protestierten.

Das alles sind für Cher, 70, Gründe, eindringlich vor Donald Trump zu warnen. „Er will Amerika nicht wieder groß machen”, sagte sie, und spielte auf seinen Slogan „Make America Great Again” an. „Er will Amerika weiß und hetero machen.”

„Ich finde, er ist ein verdammter Idiot. Ich wünsche mir, er würde von der Erde verschwinden.” In einem Inteview mit MSNBC sagte sie, Trump sei der „hinterhältigste Mann”, den sie kenne. „Meine Leute werden ihm nicht glauben”, ist sich die Sängerin sicher. Immerhin ist sie auch persönlich betroffen: Ihr Sohn Chaz Bono ist transgender.

Titelfoto: Warner Bros.


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