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Olympia: Der LGBTI-Medaillenspiegel

Fast die Hälfte aller queeren Teilnehmer landeten auf dem Siegertreppchen

Am Sonntag gingen die Olympischen Sommerspiele in Rio zu Ende. Nicht nur waren mit 55 LGBTI-SportlerInnen so viele offen queere Athleten am Start wie noch nie vorher, die holten auch mehr Medaillen als jemals zuvor: Zehn goldene, elf silberne und vier Mal Bronze. Das hatte sich angedeutet: Schon im Vorfeld wurde bei der Fakelübergabe gleichgeschlechtlich geknutscht (MÄNNER-Archiv) und während der Spiele reagierten Sportler mit nackten, ironischen Tatsachen auf Homophobie in den Medien. (MÄNNER-Archiv). Aber, die Mädels stahlen den Jungs eindeutig die Show: 90 Prozent allen Edelmetalls ging an Sportlerinnen. Glückwunsch. Was auch daran gelegen haben dürfte, dass 80 Prozent aller offen homosexuellen Teilnehmer eben Teilnehmerinnen war. Der anteil der offen schwulen Spitzensportler bewegt sich nach wie vor im Promille-Bereich. Außerdem schickten nur 15 der 206 teilnehmenden Länder offen queere Teammitglieder, man kann also nicht davon sprechen, dass das Problem Homophobie im Sport nach dieser Olympiade weltweit wirklich kleiner geworden wäre.

Daley will in vier Jahren in Tokio wieder antreten

Die drei schwulen Männer, die Medaillen holten waren Carl Hester und Spencer Willon in der Team-Dressur, wo sie Silber gewannen, und Tom Daley, der im Zehn-Meter-Synchronturmspringen mit seinem Partner Bronze holte. Er war als Favorit in den Einzelwettbewerb gestartet (MÄNNER-Archiv), schied aber aus, was einige Menschen zu seltsamsten Theorien verleitete (MÄNNER-Archiv). Daley will in vier Jahren in Tokio wieder antreten.

Hier der Medaillenspiegel:

Gold:

Nicola Adams aus Großbritannien im Boxen.

Caster Semenya aus Südafrika im 800-Meter-Lauf.

Rafaela Silva aus Brasilien im Judo

Das Ehepaar Kate und Helen Richardson-Walsh und Susannah Townsend (Großbritannien), Hockey.

Seimore Augustus, Elena Delle Donne, Brittney Griner und Angel McCoughtry (USA), Basketball.

Silber:

Alexandra Lacrabère aus Frankreich im Handball-Team ihres Landes.

Lisa Dahlkvist, Nilla Fisher, Hedvig Lindahl und Carolina Seger aus Schweden im Fußball.

Carlien Dirkse van den Heuvel und Maartje Paumen aus den Niederlanden im Hockey.

Sunette Viljoen aus Südafrika im Speerwurf.

Rachele Bruni aus Italien beim  10-Kilometer-Freischwimmen.

Carl Hester und Spencer Wilton  aus Großbritannien im Dressur-Reiten.

Bronze:

Stephanie Labbe und Marie-Eve Nault aus Kanada als Teil ihres Fußball-Teams.

Tom Daley aus Großbritannien im 10-Meter-Synchronspringen mit seinem Partner Daniel Goodfellow.

Jen Kish aus Kanada als Teil ihrer Rugby-Mannschaft.

Bild: Tom Daley/Facebook


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