a man holding a condom ,ready for use. condom in blue jeans pock

11 Millionen: One-Night-Stand un-safe

In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt sind die Menschen am leichtsinnigsten

Grindr, Tinder, Co. machen es heute möglich – schnelle Bekanntschaften und schnellen Sex. Trotz umfangreicher Aufklärungskampagnen ist Safer Sex noch nicht zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Eine repräsentative Umfrage von mafo.de im Auftrag des Online-Shops mein-kondom.de zeigt: 15,6 Prozent der Bundesbürger benutzen bei einem One-Night-Stand kein Kondom. Auf die Bevölkerung umgerechnet (18 – 99 Jahre) sind dies über elf Millionen Deutsche. Bei den über 46-Jährigen verzichten sogar 26,8 Prozent auf ein Gummi. Auch regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, in der die Worte HIV und AIDS sowie STI (= sexuell übertragbare Infektionen wie etwa Tripper oder Syphillis) übrigens nicht ein einziges Mal vorkommen. (Wissenswertes über HIV & STIs gibt’s bei den Kollegen von Mplus!)

Sexuelle Abenteuer seien heute keine Ausnahme mehr, heißt es. 53,3 Prozent der Männer und 46,9 Prozent der Frauen in Deutschland hatten schon einmal einen One-Night-Stand – nach homo oder hetero wird bei der Umfrage leider nicht unterschieden, dafür nach Bundesländern: In Brandenburg (61,5 Prozent), Hamburg (58,3 Prozent) und Berlin (57.4 Prozent) ist die Lust auf Abenteuer am höchsten. („Lindenstraße”-Star Georg Uecker outete sich kürzlich als HIV-positiv – MÄNNER-Archiv.)

Je älter, desto risikofreudiger

Das Bewusstsein für die Risiken beim Sex ist bei der jungen Generation am ausgeprägtesten. In der Altersklasse der 18 – 30-Jährigen lehnen nur 8,1 Prozent ein Kondom ab. In der Gruppe der 31 – 45-Jährigen verweigern sich bereits 12,7 Prozent einem Schutz. Erschreckend: In der Altersgruppe der über 46-Jährigen nutzen 26,8 Prozent kein Kondom. (Ersetzt die PrEP das Kondom? – MÄNNER-Archiv)

In diesen Bundesländern sind Kondome besonders unbeliebt

Safer Sex

Quelle: mafo.de

Schlusslicht der Umfrage ist Sachsen-Anhalt. Hier verzichten bei einem One-Night-Stand 28 Prozent aufs Gummi. Doch auch in anderen Bundesländern wird die Verhütung nicht ernst genommen. In Baden-Württemberg (26,9 Prozent), Brandenburg (26,5 Prozent) und dem Saarland (25 Prozent) ergeben die Zahlen ein ähnlich schlechtes Bild.

In diesen Bundesländern wird am häufigsten verhütet

In Hessen ist das Bewusstsein für die Risiken bei einem One-Night-Stand mit 92,8 Prozent am höchsten. Mit einigem Abstand folgen Bremen (90,9 Prozent), Thüringen (89,5 Prozent), Sachsen (88,6 Prozent) und Rheinland-Pfalz (88,2 Prozent).
Und wie sieht es bei Euch aus, Männer?

Machst Du es mit Kondom?

    Titelbild: Fotolia


    18 Kommentare

    1. Siri Wolf

      Mööööönsch jetzt versteh ich auch was dieses Frau Prof. XXX mit „damit sich Schwule über Autoreifen unterhalten können” meint! Das ist keine Diskrimminierung, die wußte nur nicht das es korrekter weise heißt „Gib Gummi!” 😉 😀

    2. David Ihmer

      Klar dürfen die Spenden. Wäre ja eine Frechheit, wenn man gleich eine ganze Gruppe ausschlösse, nur weil bei _einzelnen_ Personen ein _individuell_ höheres HIV-Risiko bestünde. Wir leben hier in einem Rechtsstaat. Da geht so was natürlich nicht.

      Oh wait…

    3. Stefan Krüger

      NICHT Blut spenden dürfen u. a.: Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern (ja, auch Heteros!!!), männliche und weibliche Prostituierte und Männer, die Sex mit Männern haben. Wieso wird bloß andauernd behauptet, dass es nur um Bi-Männer oder Schwule geht?

    4. Marco Hoffmann

      Is ja nen Ding. Sie sind wirklich schlau. Danke für die Aufklärung. Sie sollten als „Heterodetector oder „Schwulensensor” arbeiten. Aids hat dann keine Chance.

    5. Constanze Schmidt

      Nö, dürfen sie nicht. Egal von wem, das Blut wird vorher getestet. Bist du sauber, ist alles ok. Bist du es nicht, darfst du nicht spenden.

      Außerdem; was heißt hier „Die”?
      Das klingt so… abwertend.

    6. Lars David

      Klar können die alle Blut spenden. Dann wird es getestet und bei positivem Ergebnis gar nicht erst verwendet. Die Statistik ist mal ganz interessant, der Kommentar darüber mal einfach super dämlich. So wie manche Leute nicht vögeln sollten, sollten andere besser nicht schreiben. Volksverdummung kann auch zur Seuche werden.


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