Jan 27 2016 West Des Moines IA United States of America Family Research Council President To

Der Flutgeschädigte hetzt schon wieder

Tony Perkins musste sein Haus wegen der Überflutungen von Louisiana verlassen

Tony Perkins hat es schon lange kommen sehen. Und nun hat sie tatsächlich zugeschlagen, die Flut „fast biblischen Ausmaßes“, vor der der Präsident der umstrittenen christlichen US-Organisation Family Research Council so oft gewarnt hat. Er predigt regelmäßig in seiner eigenen Radiosendung, dass Pädophilie ein „Homosexuellen-Problem“ sei und dass Gott Naturkatastrophen schicke wie Überflutungen, um Sünder zu bestrafen (mit der Bibel kommen selbst Homohasser nicht immer weiter – MÄNNER-Archiv). Wen der Unterstützer von Donald Trump damit meint? Homosexuelle und ihre „Unterstützer“. Nun hat es sein Haus in Louisiana getroffen. In den vergangenen Tagen hatten schwere Regenfälle die Pegel ansteigen lassen, ganze Landstriche standen unter Wasser. Teilgebiete des Bundesstaats wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Die Perkins-Familie floh mit dem Kanu, ihr Heim sei zerstört, berichten US-Medien – der Wiederaufbau werde mindestens sechs Monate dauern.

Das dramatischste Coming-out, das ich je gesehen habe

Dass die Strafe Gottes, die doch eigentlich gegen Schwule gerichtet sein sollte, nun Perkins getroffen hat, kommentieren viele in den Sozialen Medien mit Genugtuung und Spott so wie dieser User bei Twitter: „1. Ich feiere das total. 2. Das dramatischste Coming-out, das ich je gesehen haben – Gratulation!“

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Perkins hat sich aber offenbar schnell erholt und teilt schon wieder fleißig aus. Nachdem gestern bekannt wurde, dass das All Star Game der US-Basketball-Association, NBA, im nächsten Jahr in New Orleans statt in North Carolina (das hatte sich bereits im Juli angedeutet – MÄNNER-Archiv) stattfindet, weil dieser Bundesstaat an dem LGBTI-feindlichen Gesetz HB2 festhält, verurteilt er das Verhalten das NBA. Seine Heimat Louisiana lobte er neben North Carolina als eins von 32 US-Bundesstaaten, die private Unternehmen „nicht dazu zwängen, Männer in Frauenduschen, Umkleidekabine und Toiletten zu erlauben“.

Die NBA soll sich auf Basketball konzentrieren, nicht darauf, umzudefinieren, was es bedeutet, männlich oder weiblich zu sein

In New Orleans nun könne die NBA zwar bei ihrem Event die Toiletten einteilen, wie sie wolle. Das sei aber nur politische Taktik – um das Wohlergehen von Trans*Menschen oder anderen gehe es doch niemandem, glaubt Perkins und empfiehlt: „Die NBA soll sich auf Basketball konzentrieren, nicht darauf, umzudefinieren, was es bedeutet, männlich oder weiblich zu sein.“

Titelbild: Zuma Press


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