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Kenia: Schule verbannt Schwule

Die Schule auf die auch Vater von Barack Obama besucht hat, hat zwei schwule Schüler rausgeworfen

Die Maseno School ist die älteste private Schule Kenias. Sie wurde 1906 von Missionaren gegründet und bildet seitdem junge Männer aus. Einige berühmte Männer haben die Schule besucht, unter anderem Barack Obama Sr., der Vater des US-Präsidenten Barack Obama. Sie gilt als fortschrittliche Bildungseinrichtung und wer sie besucht hat sehr gute Chancen auf dem gesamtafrikanischen Arbeitsmarkt. Im letzten Jahr hatten der US-Präsident während seiner Afrikareise auch Kenia besucht, und dort eine viel beachtete Rede zu LGBTI-Rechten gehalten. (MÄNNER-Archiv) Kenias Präsident Uhuru Kenyatta hatte Obama darauf hingewiesen, dass ihre beiden Länder in dieser Frage zu keiner Übereinkunft finden würden.

Bestraft wurden nicht die, die ihre Mitschüler krankenhausreif geprügelt hatten

Jetzt ist die Maseno School nicht wegen ihrer fortschrittlichen Bildungspolitik, sondern wegen ihrer rückschrittlichen Haltung beim Thema Menschenrechte in den Schlagzeilen. Der Direktor der Schule hat zwei Studenten der Schule verwiesen, die in den Toiletten des Jungenwohnheims beim Sex erwischt worden waren. Mitschüler hatten sie daraufhin zusammengeschlagen. Bestraft wurden nun allerdings nicht die Jungen, die ihre Mitschüler Krankenhausreif geprügelt hatten, sondern die beiden, die beim Sex miteinander erwischt worden sind. Sie mussten ihre Sachen packen und werden nicht weiter unterrichtet. Die Reaktionen in den kenianischen Medien war erstaunlich gemischt. Einige Journalisten riefen dazu auf, auch die Schüler, die zugeschlagen hatten zu belangen, in vielen Blogs war zu lesen, die Tat und der Schulverweis wären falsch und der Bildungseinrichtung nicht würdig.

In Kenia stehen auf Homosexualität bis zu 14 Jahre Gefängnis

Im Moment stehen in Kenia auf Homosexualität, auch einvernehmlicher Homosexualität zwischen Erwachsenen, bis zu 14 Jahre Gefängnis. Die weit verbreitete Homophobie wird dadurch verstärkt, dass Politiker immer wieder versuchen, die Gesetze noch zu verschärfen. auch die Todesstrafe für LGBTI wird immer wieder öffentlich gefordert. Das Gesetz das im Moment angewandt wird, stammt aus dem Jahr 1930 und besagt, dass „jede Person die weiß, dass sich jemand gegen die natürliche Ordnung verhält oder dies selbst tut, begeht eine schwere Straftat und soll mit Zuchthaus von bis zu 14 Jahren bestraft werden.” Seit 2010 werden auch vermehrt Lesben verhaftet, obwohl sie im Gesetz nicht explizit erwähnt werden.LGBTI Aktivisten in Kenia haben vor dem höchsten Gericht des Landes Klage gegen das Verbot von Homosexualität in dem afrikanischen Land eingereicht.

 


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