401 Marathons in 401 Tagen

Ben Smith, ein schwuler Aktivist, läuft seit mehr als einem Jahr gegen Diskriminierung

UPDATE (31.10.2016) Anfang Oktober erreichte Ben Smith seine Heimatstadt Bristol und verkündete überglücklich: „Das war die Reise meines Lebens.“. 42.195 Kilometer hat er zurückgelegt, auf der letzten Strecke begleiteten ihn Hunderte Menschen aus der ganzen Welt.

Ben Smith läuft und läuft und läuft. Einen Marathon pro Tag, mehr als ein Jahr lang. Und das kam so: Als Ben jünger war, ging es ihm wie vielen anderen LGBTI: er wurde in der Schule gnadenlos gehänselt und drangsaliert, weil er schwul war. Das kann schlimme Folgen haben. (MÄNNER-Archiv) Bullying, wie das auf Englisch heißt, hinterließ tiefe Spuren in der Seele von Ben, zwei Selbstmordversuche waren die Folge. Und ein minder schwerer Schlaganfall, den er auch auf seine Erfahrungen in der Schule zurückführt. Während er sich davon erholte, riet ihm ein Freund, sich doch einer Laufgemeinschaft anzuschließen. Was er auch tat. Es war heilsam für seinen Körper und seinen Geist, so sagt er.

Seit seinem Coming-out arbeitet Smith als Aktivist gegen das Bullying-Problem. Und jetzt kombinierte Smith für über ein Jahr seine aktivistische Arbeit und seine Leidenschaft fürs Laufen. Um 250000 Pfund für die LGBTI- und Anti-BullyingOrganisationen Stonewall und Kidscape zu sammeln läuft der Brite in 401 Tagen 401 Marathons. Am ersten September 2015 hat er angefangen. Und er ist fast fertig. Fast 8000 Menschen sind seitdem ein Stück seines Wegs mit ihm gelaufen, viele mehr haben ihn finanziell unterstützt. Wenn er fertig ist, ist er einmal die Strecke von London, nach Sydney gelaufen, fast einmal um die halbe Welt.

Ich glaube fest daran, dass wir so viele Leben zum Positiven ändern können.

„Die Arbeit gegen Bullying ist mir so wichtig, weil man andere Menschen damit vor den langfristigen Schäden, die sie dadurch davon tragen, bewahren kann. Ich glaube fest daran, dass wir so viele Leben zum Positiven ändern können. Deswegen war es mit wichtig, so viele Menschen wie möglich in die 401 Challenge einzubeziehen.“ Er ist immer wieder mit Schulklassen gelaufen, um die dazu zu bringen, über Sexualität und Bullying zu sprechen. In der ersten Oktoberwoche will Smith bei seinen letzten Läufen Menschen aus der ganzen Welt dabei haben. Jeder kann sich auf seiner Webseite anmelden und unter dem Hashtag #401Marathons mit ihm laufen. Keinen Marathon, fünf oder zehn Kilometer reichen auch. Dafür bekommt jeder eine Medaille

Mehr Informationen gibt es hier

Foto: Facebook


0 Kommentare



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close