YouTube sperrt Warwick Rowers

Die Warwick Rowers sind zurück. Und das ist ganz wunderschön, in jeder Beziehung

UPDATE (16.11.2016) Vor einigen Jahren hatten die Warwick Rowers schon mal Probleme mit Google – weil man sie verdächtigte, Pornographie herzustellen. Heute entschied, mit einer ganz ähnlichen Begründung, die Videoplattform YouTube – die zum Suchmaschinenkonzern Google gehört -, dass die Kampagne der Ruderer „ungeeignet“ sei für junge Leute. Gerade die sind aber die Zielgruppe im Bemühen, für mehr Toleranz für LGBTI-Menschen zu werben. Es sind allerdings noch einige Videos der Ruderer bei YouTube zu finden. Immerhin, für das „Warwick YouTube Allies Extended“-Video muss man jetzt zur Konkurrenz Vimeo gehen.

Angus Malcolm, der Fotograf und Produzent der Warwick Rowers, weist in einer Presserklärung daraufhin, dass der Konzern Google kürzlich sehr viel zögerlicher reagiert habe, als es um eine Urheberrechtsverletzung ging: Inhalte ihrer Kampagne gegen Homophobie wurden illegal von einem Google User verwendet. Zweimal mussten die Warwick Jungs das Unternehmen auffordern zu handeln und mit einer Klage drohen, bevor es tätig wurde.

Wie könnte man die Warwick Rowers und ihre Partner-Organisation Sport Allies nicht lieben? Ein Haufen sportlicher Jungs zieht sich aus, um gegen Homophobie im Sport zu protestieren (MÄNNER-Archiv) und für Inklusion zu arbeiten. Dabei tun sie so herrlich bescheuerte Dinge, wie, sich mit Rasierschaum oder Sonnenmilch vollzuspritzen, mit riesigen Ruderbooten um die winzigen Springbrunnen englischer Schlösser zu rennen und machen dabei eine hervorragende Figur. Auch in ihrem neuesten Video, das helfen soll ihre Aktionen und ihren Kalender 2017 zu finanzieren, machen und zeigen die Jungs viel Schönes, fahren zum Pride nach London und erklären, warum sie nackt sind. Nicht das wir eine Erklärung gebraucht hätten, abgelenkt wie wir von ihrem Anblick gerade sind, aber es ist immer schon zu hören, dass jemand „Nackt für Gleichstellung“ oder „Nackt, um etwas zu bewirken“ ist. Und das Ganze hat ihnen in den letzten sechs Jahren nicht nur Hunderttausende Fans weltweit eingebracht, sondern auch 500.000 Pfund für LGBTI-Projekte.

warwickrowers.org/

Foto: Warwick Rowers


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