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Südafrika: Einreiseverbot für Homophobe

Wer zu Hass und Gewalt gegen LGBTI aufruft, bekommt kein Einreise-Visum mehr

Die Südafrikaner sind eine stolze Nation. Sie sind unter anderem stolz darauf, dass sie das einzige Land in Afrika sind, in dem LGBTI unbehelligt und politisch und gesellschaftlich gleichberechtigt leben können. (MÄNNER-Archiv). Dieser Stolz schließt ein, dass sich die südafrikanische Regierung um den Schutz dieser Bürger kümmert. Dazu gehört, ihre Feinde nicht ins Land zu lassen. Deswegen darf der homophobe, amerikanische Pastor Steven Anderson jetzt nicht mehr nach Südafrika einreisen. Heimat Minister Malusi Gigaba gab bekannt, der Mann, „der die Bösartigkeit von Homosexualität predigt”, würde kein Visa für die Einreise erhalten. „Mr. Steven Anderson und die Mitglieder oder Anhängern seiner sogenannten Kirche ist es verboten, nach Südafrika zu kommen”, so der Minister.

Steven Anderson ist eine unerwünschte Person in Südafrika

„Begründung für diese Anordnung ist Abschnitt 29 des Immigration Acts. Darin ist geregelt, dass die Behörden denjenigen Ausländern die Einreise verweigern können, die Mitglied oder Anhänger einer Organisation ist, die öffentlich zu Hass oder Gewalt gegen soziale Gruppen aufruft. Ich habe unser Ministerium darüber informiert, dass Steven Anderson und die Mitglieder und Anhänger seiner Kirche, zu den in Südafrika unerwünschten Personen gehören. Und zwar so lange, wie das Ministerium das für nötig hält.”

Anderson hatte den Orlando-Attentäter für seine Tat gelobt

Die Anordnung erging, nach dem eine Petition gegen Andersons Einreise nach Südafrika 60.000 Unterschriften bekommen hatte. Anderson war vorher durch Aussagen wie diese aufgefallen: „Leute wie Desmond Tutu mögen ihre homosexuellenfreundlichen Ansichten in der Öffentlichkeit breittreten. Aber, die hat er sicher nicht aus der Bibel und jeder Christ, der an das glaubt, was in der Bibel steht, weiß das auch. Solche religiösen Führer sind genauso pervers wie Tutu, der ja auch in einem rosa Kleid herumläuft.” Anderson hatte in letzter Zeit Gott öffentlich darum gebeten, Caitlyn Jenners Herz herauszureißen, zu Massenerschiessungen von Schwulen aufgerufen, um „die Welt von AIDS zu befreien” und den Attentäter von Orlando dafür gelobt, „die Welt von 50 Pädophilen befreit zu haben”.

Foto: Screenshot/Youtube


15 Kommentare

  1. Rolf Michael Kiesen

    Strenggläubige jeder Richtung ähneln sich. Den Gipfel der Borniertheit erreichen Iran und IS, wo Gays gehängt bzw. vom Hochhaus gestürzt werden. Michael Kiesen, Autor u.a. Roman „Halbmond über Berlin”


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