Trailer zum Tom-of-Finland-Film ist da

Der Tag im Zeitraffer (19.09.2016)

Das Leben des Künstlers Tom of Finland wurde verfilmt und jetzt gibt’s auch den ersten Trailer zum Film. Das Biopic begleitet Tom, der mit bürgerlichem Namen Touko Laaksonen hieß, in die Zeit des zweiten Weltkrieges und erzählt von den erschütternden Kriegserfahrungen, die der Künstler als Offizier an der Front machen musste.  Aus dem Krieg zurück in seiner Heimat Helsinki, wurde Laaksonen zwar erst als Kriegsheld gefeiert, wurde dann aber auf Grund seiner Homosexualität verfolgt und stand unter dem Druck, eine Frau heiraten zu müssen. So flüchtete er sich in die Welt der Kunst und begann zu zeichnen. Seine erotischen Zeichnungen von meist stark muskulösen Männern fanden schnell eine große Fangemeinde und sind bis heute weltbekannt.

Dies ist die Geschichte eines Mannes, der, seiner Zeit voraus, mutig dafür kämpfte der sein zu können, der er war – ein homosexueller Mann mit homosexuellen Fantasien

so Regisseur Dome Karukoski. Die Rolle des Tom of Finland übernahm der finnische Schauspieler Pekka Strang. Wir sind gespannt. Ins Kino soll der Film zwar erst im Frühjahr 2017 kommen, aber die ersten Bilder sehen vielversprechend aus.

CSD in Belgrad

Noch Ende August war der Organisator des Belgrad Pride, Boban Stojanoniv, auf offener Straße von mehreren Männern attackiert und zusammengeschlagen worden. Seine Reaktion: Er versprach, weiter für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der allen Menschen mit Respekt begegnet wird und die sich von Toleranz und menschlichem Miteinander leiten lässt. Nun fand drei Wochen später der CSD in Belgrad statt. Tausende Polizisten waren im Einsatz, um den CSD in Serbiens Hauptstadt zu schützen. Hubschrauber sicherten die Parade aus der Luft. Die mehreren Hundert Teilnehmer zogen abgeschirmt von potenziellen Angreifern mit Bannern und Plakaten durch die Stadt. Zwischenfälle hat es nicht gegeben. Nach Angaben von Stojanovic war die Anspannung in den Vorjahren deutlich größer gewesen. Zwar gab es im Vorfeld auch dieses Jahr wieder Drohungen, aber die seien nicht so heftig gewesen wie früher; bis 2014 waren einige CSDs abgesagt worden, nachdem es heftige Ausschreitungen durch Rechtsextreme gegeben hatte. Die Parade sollte aber noch größer werden, sagte der Aktivist nach der Parade. „Belgrad ist auch unsere Stadt.“ – MÄNNER-Archiv.

Dumawahl in Russland

Nicht nur Berlin hat gestern gewählt – auch in Russland gingen die Menschen an die Wahlurnen. Abgestimmt wurde über das russische Parlament, die Duma – allerdings mit sehr viel weniger Andrang, als es in Berlin der Fall war: War in der deutschen Hauptstadt die Beteiligung überdurchschnittlich hoch, gingen in Russland nur 47 % der Stimmberechtigten zur Wahl. 2011 waren es noch 60%. Die Kreml-Partei Einiges Russland ist mit 54 Prozent deutlicher Gewinner, wie die Agentur Interfax nach Auszählung von etwa einem Viertel der Stimmen meldete. Das wäre im Vergleich zur letzten Wahl ein leichter Zuwachs von 3 %. Schuld an dieser niedrigen Wahlbeteiligung ist aus Sicht des prominenten sibirischen LGBTI-Aktivisten Bulat Barantaev (MÄNNER-Archiv) vor allem ein Mann – der russische Präsident: „Putin hat es erreicht, dass alle Menschen, die nicht mit seinem Kurs einverstanden sind, zuhause bleiben, weil sie wissen, dass sie in diesem betrügerischen demokratischen System nichts erreichen können. Denn egal, wie gewählt wird – die Ergebnisse werden immer geschönt.”

Foto: Tom of Finnland


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