Chile bekommt Eheöffnung

Präsidentin Michelle Bachelet versprach die Gesetzesänderung für 2017

Während einer Versammlung der UN zum Thema LGBTI-Rechte fiel nicht nur US-Präsident Obama positiv auf. Auch Michelle Bachelet, die Präsidentin von Chile, versprach der Weltgemeinschaft schnellen und wirksamen Fortschritt in ihrem eigenen Land. Sie sagte: „Meine Regierung hat beschlossen, ein Gesetz zur Eheöffnung für Lesben und Schwule in Chile in der ersten Hälfte des Jahres 2017 dem Kongress unseres Landes zur Abstimmung vorzulegen. Des Weiteren werden wir auch versuchen, mehrere Gesetze zu verabschieden, die die Rechte der LGBTI-Community stärken werden, inklusive der Reform unserer Anti-Diskriminierungsgesetze.

Chile war das letzte westliche Land, das Scheidungen legalisierte. Das war 2004.

Erst im Januar hatte Chile die Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt. Die Eheöffnung würde Paare zusätzliche Vorteile im Sozial-und Erbschaftsrecht verschaffen, ihnen bei Lebensversicherungen helfen und natürlich die frage von Adoptionsrechten klären. Chile hat in den letzten zehn Jahren gewaltige Fortschritte bei Menschen- und Bürgerrechten gemacht. Oft gegen den extremen Widerstand der katholischen Kirche. Chile war beispielsweise das letzte westliche Land, das Scheidungen legalisierte. Das war 2004. Abtreibungen sind nach wie vor komplett verboten, auch bei Lebensgefahr für Mutter und Kind. Auch das möchte die linksliberale Präsidentin bald ändern. In Argentinien, Brasilien, Uruguay und in Teilen von Mexiko ist die Ehe bereits geöffnet. (MÄNNER-Archiv)

Foto: Imago/ZUMA PRESS


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