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Berlin wählt Große Koalition ab

In der Hauptstadt bekommt die Afd 14,2 Prozent

Um 1.20 Uhr hat die Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach das vorläufige Zweitstimmenergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin bekanntgegeben.

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Die bei Homos wie Heteros unbeliebte Große Koalition in der Hauptstadt ist abgewählt, die Piraten draußen und die FDP wieder drin – und erstmals auch die AfD. Bei Twitter hatte am Vortag die Gruppe AfDLeak_Berlin Bilder gepostet, die offenbar zeigen, wie der AfD-Mann Jörg Sobolewski (Listenplatz 26) mit einem anderen Mann eine Regenbogenfahne verbrennen. Diese soll im Garten der Burschenschaft Gothia in Zehlendorf aufgenommen worden sein, der Sobolewski angehört.

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Es war die letzte Wahl im Jahr 2016. Das Ergebnis bleibt für die nächsten Monate als letzter Bezugspunkt stehen – nach dem Motto: Das ist der Trend für die Bundestagswahl 2017. Erst am 12. Februar geht es weiter mit der Wahl der Bundespräsidenten (den freilich die Bundesversammlung wählt, nicht die Bevölkerung) und der saarländischen Landtagswahl am 26. März sowie den Wahlen in Schleswig-Holstein und NRW (beide im Mai).

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Der Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss vor der Stimmabgabe (Foto: privat)

Die Hauptstadt-SPD, die erstmals ohne ihr Zugpferd Klaus Wowereit (was macht der Mann eigentlich im Jahr 2016? – MÄNNER-Archiv) angetreten ist, griff auf den letzten Metern in einem Wahlspot die Alternative für Deutschland, AfD, direkt an. In dem Video wirkten diverse Prominente mit, darunter der Comedian Oliver Kalkofe und der offen schwule Schauspieler Clemens Schick. Die Herren geben Aussagen von AfD-Politikern wortwörtlich so wieder, als würden sie einen Witz erzählen (MÄNNER-Archiv).

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Die Schauspielerin Katy Karrenbauer im Wahllokal (Foto: privat)

Im sogenannten Berliner Manifest waren Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queers aufgefordert worden, bei den anstehenden Landtagswahlen und der kommenden Bundestagswahl keine Parteien zu wählen, deren Programme im Widerspruch zu einer vielfältigen und offenen Gesellschaft stehen. Die Unterzeichnenden fordern darüber hinaus alle Menschen auf, sich jenen entschieden in den Weg zu stellen, die die Diskriminierung von LGBTI fortführen (MÄNNER-Archiv).

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Barbie Breakout (in zivil) hat auch gewählt (Foto: privat)

Titelbild: Imago/Christian Ohde


12 Kommentare

  1. Bernhard Kreiner

    aber die nsdap mitglieder in der cdu spd und fdp nach dem krieg waren wohl ok—die in den anderen alten parteien drin sind sind ok warum schimpft ihr über die linke so das ist jetzt 25 jahre her irgendwann sollte schluss sein

  2. Harry Fritot

    Naja,zumindest der Blaubraune Scheißhaufen hält sich mit 12-13 % in überschaubaren unterem Niveau 🙂
    Soziale Themen sind in Berlin halt doch wichtiger als Angstschürrereien,Fremdenhass und Menschenrechtsverachtende Hetze gegen Minderheiten !
    Und das die SPD 5% Punkte an Die Linke verliert hat sie haubtsächlich ihrer „Sozialen Arbeitsmarktpolitik” auf Bundesebene zu verdanken.Schröder,Gabriel und Nahles sind nicht SPD,die gehören eher in die CDU !!

  3. Volker Schupetta

    Frank Westfalen Immer noch nein! Die Ursachen liegen doch ganz woanders und das sollten doch auch Sie wissen! Vermischen Sie bitte auch nicht Kommunal- und Landespollitik! 4 Jahre Rüttgers haben doch gereicht!

  4. Holger Oppers

    lach… wofür die vier Jahre Rüttgers doch alles hinhalten muss… Frank Westfalen hat recht, Rot-Grün hat NRW nur zurückgeworfen, ob Schulpolitik, Wirtschaftspolitik, Steuerverschwendung und Geldraub bei den Gemeinden oder die Love Parade, wo Herr Jäger vertuscht, damit „seine” Polizei glänzend dasteht. Wer mal das klägliche Schauspiel der MP, sich als Landesmutter aufzuspielen, weg lässt, der sieht nur eine vollkommen unbrauchbare Truppe als Landesminister. Aber in NRW werden auch rote Besen gewählt, weil viele bei der Wahl nicht denken, sondern einfach da ihr Kreuz machen, wo sie es schon immer gemacht haben.


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